Blaukissen

Das Blaukissen (Aubrieta-Hybriden), bekannt auch als Aubrietien, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es verdankt seinen Namen etlichen Sorten innerhalb der Familie, die in zumeist blauen Farbtönen kissenartige Flächen in einem Steingarten innerhalb weniger Jahre bilden.

Blaukissen im Garten
Blaukissen im Garten

Blaukissen sind ausdauernde, mehrjährige, immergrüne, trockenresistente Bodendecker, die sich hervorragend zur Steingartenbepflanzung eignen, da sie nur etwa fünf Zentimeter hoch, jedoch bis zu fünfzig Zentimeter breit werden können.

Die meisten Blaukissen blühen in blauen oder violetten Tönen, aber auch Sorten mit roter bis purpurner Färbung zählen zu den Blaukissen, die alle in der Zeit von März bis Mai insbesondere in Steingärten immer wieder bewundernde Blicke auf sich ziehen.

Heimisch ist das Blaukissen in vielen Mittelmeer- und Balkanländern und kommt in etwa zwanzig Arten vor. Am bekanntesten sind das Sternhaarige Blaukissen, das Griechische Blaukissen sowie das Garten-Blaukissen, das meist durch Kreuzung anderer Arten entstanden und in vielen verschiedenen Sorten zu finden ist.

Pflanzung und Standort

Steingärten in vollsonniger oder halbschattiger Lage sind für Blaukissen ideale Plätze. Der Boden sollte trocken oder mäßig feucht sein, allerdings auf keinen Fall nass. Durch ein Kiesbett im Untergrund eines Steingartens kann dies gut gewährleistet werden.

Gepflanzt werden junge Pflanzen im Abstand der halben Wuchsbreite entweder im Frühling oder im Spätsommer.

Insbesondere in Steingärten inmitten von Duftsteinrich, Rotem Seifenkraut sowie gelbem Steinkraut setzt das Blaukissen farbliche Akzente. Auch als überhängende Polsterstauden an Mauern entwickeln sie faszinierende Anblicke.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Polsterstauden wie das Blaukissen benötigen recht wenig Pflege. Nach der Blüte können die Triebe um die Hälfte eingekürzt werden, müssen es aber nicht.

Bepflanzung Trockenmauer
Die Blaukissen lockern die massive Trockenmauer auf und machen die Mauer zu einem echten Hingucker.

Gedüngt werden Blaukissen nicht. Lediglich das dünne Ausbringen von verrottetem Kompost im Frühjahr, den man vorsichtig zwischen die Stauden gibt, regt das rasche Wachstum und die Blühfreude an.

Vermehrt wird das Blaukissen entweder im Frühjahr durch Aussaat oder im Spätsommer durch Stecklinge, was jeweils sehr erfolgversprechend ist. Eine Teilung nach der Blüte ist schwieriger, da sie nicht immer gelingt.

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr an Ort und Stelle. Die Jungpflanzen werden nach ihrem Aufgang auf Abstände von etwa zehn Zentimetern vereinzelt.

Zur Stecklingsvermehrung werden im Spätsommer Triebspitzen kräftiger Pflanzen geschnitten, die unteren Blätter entfernt, in Bewurzelungssubstrat gesetzt und im Herbst an ihren endgültigen Standort verbracht.

Krankheiten und Schädlinge

Es sind keine bekannt.

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