Kletterrosen

Kletterrose Gartenschuppen
Weiße Kletterrose an einem Gartenschuppen.

Die Kletterrosen (Rosa) gehören, wie schon der Name vermuten lässt, zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Kletterrosen haben weder Ranken wie die Erbse, noch umschlingen sie eine Stütze wie die Bohne. Lediglich durch den Spreizwuchs der Triebe, also mithilfe der Zweige und Stacheln, finden sie in anderen Gehölzen oder an künstlichen Gerüsten Halt und klimmen empor. Alle Sorten, die lange Triebe bilden, gleich welcher Abstammung, sind in der Klasse der Kletterrosen vereinigt.

Kletterrose
Sehr schöne gefüllte Kletterrose.

Sie erreichen Wuchshöhen von bis zu fünf Metern. So eignen sie sich hervorragend zum Bewuchs von Pergolen, Lauben und Spalieren. Gerüstlose Pflanzungen von Exemplaren aufrechtwachsender Sorten ergeben oft einen überhängenden Wuchs von hervorragender Wirkung.

Verschiedene Arten haben sich seit Jahren bewährt. Dazu gehören die Ramblerrosen, die durch Einkreuzen der Arten Multiflora und Wichuraiana zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Üppiger Wuchs und besonders biegsame Triebe, die das Klettern allein zustande bringen, zeichnen diese Art aus. Auch Climber, die kletternden Schwestern der Teehybriden und Beetrosen, gehören zu den beliebtesten Kletterrosen. Einige Sorten blühen nur einmal jährlich, dafür sehr reichhaltig und ausdauernd. Andere Sorten blühen zwei- oder mehrmals, dafür nur kurze Zeit.

Kletterrosen können sowohl romantisch gefüllt, aber auch einfach blühend, ähnlich den Wildrosen in Farben von Weiß, Rosa, Violett, Orange und Rot das Auge verzaubern. Sie passen sehr gut in verspielte Bauern- und Landhausgärten.

Pflanzung und Standort

Zu ihrer guten Entwicklung benötigen Kletterrosen einen möglichst sonnigen Standort in windgeschützter Lage. Unter Bäumen, im Schatten oder an der Nordseite von Gebäuden kümmern sie schnell.

Der Boden sollte in bis zu fünfzig Zentimeter Tiefe gut aufgelockert werden, ohne dabei die Schichten zu verändern. Gut eingewachsener Gartenboden bereitet zur Pflanzung die wenigsten Probleme. Wichtig ist, dass keine Staunässe auftritt oder zu stark tonhaltiger Boden vorliegt.

Kletterrose Gartenschuppen
Weiße Kletterrose an einem Gartenschuppen.

Vor der Pflanzung im Herbst oder im Frühjahr sollten die Rosenwurzeln mehrere Stunden in ein Gefäß mit Wasser gestellt werden, damit sie Kraft für die Pflanzung sammeln.

Zur Pflanzung sollte dem Boden gut verrotteter Stallmist oder Kompost zugegeben werden, jedoch auf keinen Fall frischer organischer Dünger. Dann wird die Pflanze so eingepflanzt, dass die Veredlungsstelle etwas oberhalb des Bodens sichtbar ist.

Ein bezauberndes Bild geben Kletterrosen im Zusammenspiel mit Clematis ab. Auch in der Nähe von einjährigen Sommerblumen wie Astern, Bechermalven und Ringelblumen vermitteln sie ein hübsches Bild.

Pflege, Düngung und Vermehrung von Kletterrosen

Verblühte Kletterrosen sollten abgeschnitten werden, um die Zweitblüte zu fördern. Ein Rückschnitt ist nur bei einigen Sorten vonnöten.

[the_ad_placement id=“im-content“]In den ersten Jahren empfiehlt sich ein Rückschnitt schwacher Seitentriebe, so das die Kletterrose ihre Kraft gezielt in die Haupttriebe steckt. Im Herbst hilft das Anhäufeln von Erde sowie das Abdecken mit Nadelzweigen vor ernsten Frostschäden. Während der Vegetationsperiode sollte die Erde im Wurzelbereich regelmäßig vorsichtig gelockert werden.

An die Nährstoff- und Wasserversorgung stellen auch Kletterrosen recht hohe Ansprüche. So benötigen sie regelmäßige Wassergaben ohne Staunässe. Insbesondere Kalk ist für das prächtige Gedeihen wichtig und sollte deshalb mittels eines Mineraldüngers regelmäßig eingearbeitet werden.

Eine Vermehrung ist durch Steckholz- oder Stecklingsentnahme zwar möglich, jedoch sehr aufwändig und erfordert hohes Fachwissen, um eine Edelrose als Ergebnis zu erhalten.

Krankheiten und Schädlinge

Wie viele Rosen leiden auch Kletterrosen unter verschiedenen Schädlingen. Blattläuse, Rosenblattwespen und weitere tierische Schädlinge, aber auch Mehltau und Rosenrost können die Rosen mit Blattfall, hängenden Knospen, kahlen Blättern u. a. schädigen. Zur Bekämpfung helfen hier lediglich Spritzmittel aus dem Fachmarkt.

Zur Stärkung der Pflanzen empfiehlt sich jedoch das Besprühen mit kaltem Wermuttee oder Ackerschachtelhalmbrühe in regelmäßigen Abständen ab dem Frühjahr.