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Radieschen im Garten

Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus) gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse. Es wird vermutet, dass das Radieschen seinen Ursprung in China hat. Seit dem 16. Jahrhundert ist es auch in Europa bekannt geworden, inzwischen erfreut es sich aber auf der ganzen Welt großer Beliebtheit.
Radieschen wird als Rohkost verwendet, es hat einen scharf würzigen Geschmack. Es gibt das Radieschen in verschiedenen Farben und Formen.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Radieschen

Radieschen im Garten selbst ziehen

Es gibt spezielle Sorten von Radieschen, die sich unter anderem durch den Anbauzeitraum unterscheiden, entweder sind sie geeignet für den Frühlingsanbau oder den Sommeranbau. Sehr verbreitet für den Frühlingsanbau sind zum Beispiel die Sorten: Saxa, Neckarperle oder Cyros oder für den Sommeranbau: Parat, Sora oder Raxe.

Radieschen wachsen schon bei Temperaturen ab 5°C. Für ein gutes Wachstum der Radieschen ist ein humoser und durchlässiger Boden sehr gut geeignet. Er sollte immer gleichbleibend feucht sein, aber nicht nass. Außerdem sollte der Boden nicht zu leicht sein, um ein Schossen der jungen Pflanzen zu verhindern.

Die Aussaat erfolgt von Ende März bis September. Sollte der Anbau unter Folie erfolgen, ist eine Aussaat auch schon ab Ende Februar möglich. Es darf nicht zu dicht gesät werden, weil sich sonst nur reichlich Blätter bilden, aber keine Knollen.

Bei einem Reihenabstand von 10 bis 15 cm sollte innerhalb einer Reihe der Abstand zwischen den Saatkörnern drei bis fünf Zentimeter betragen. Sollte sehr dicht ausgesät worden sein, muss nach dem Auflaufen auf drei bis fünf Zentimeter vereinzelt werden. Die Saatkörner sollten nur leicht mit Erde bedeckt werden, sie sollten nicht tiefer als ein Zentimeter gesät werden.

Auf derselben Fläche sollten Radieschen oder sonstige Kreuzblütler höchstens einmal in drei Jahren angebaut werden. Radieschen sind aber auch sehr gut geeignet für Mischkulturen.

Pflege und Düngung von Radieschen

Eine Verbesserung des Bodens vor dem Anbau kann durch viel Kompost erreicht werden. An Nährstoffen benötigen Radieschen nicht viel. Von der Vorkultur sind normalerweise noch ausreichend Reserven verfügbar.

Der Feuchtigkeitsgrad sollte konstant sein, denn die Knollen werden bei starken Schwankungen pelzig oder können platzen.

Sollte die Stickstoffversorgung zu hoch sein, kann es passieren, dass sich die Knollen schwarz verfärben. Außerdem kann es sich negativ auf das Verhältnis zwischen Knollen und Laub auswirken. Auf gar keinen Fall sollten die Radieschen frischen Stallmist erhalten, da der Stalldung den Schädlingsbefall begünstigt.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu stark gedüngt wird, da es sich beim Radieschen um einen sogenannten Schwachzehrer handelt.

Ernte und Vermehrung (Samenzucht)

Radieschen werden durch Samen vermehrt, und brauchen nur eine geringe Reifezeit. Im Frühjahr reifen sie innerhalb von sechs Wochen, im Sommer sind sie binnen vier Wochen reif für die Ernte. Radieschen können noch bis November geerntet werden.

Die Radieschenernte muss zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, denn wenn die Ernte nicht rechtzeitig erfolgt, werden die Radieschen holzig. Wird das Radieschen zu alt und geht schon zur Blütenbildung über, bilden sich Holzzellen im Inneren der Knolle.

Krankheiten und Schädlinge

Falls die Fruchtfolge nicht eingehalten wurde, kann die Kohlhernie in starkem Ausmaß auftreten. Neben der großen und der kleinen Kohlfliege können auch noch andere unerwünschte tierische Schädlinge wie etwa Erdflöhe den Radieschen zu schaffen machen. Die Erdflöhe fressen viele kleine Löcher schon in die Keimblätter der jungen Pflanzen, so dass diese später wie ein Sieb durchlöchert sind. Ist der Befall zu stark, kann die Keimpflanze sterben. Durch Schutznetze kann die Kohlfliege zum größten Teil ferngehalten werden.

Auch der falsche Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die häufig im Radieschenanbau vorkommt, sie äußert sich durch schwarze Flecken auf den Knollen. Auf den Blättern entstehen gelb bis bräunliche Flecken, die teilweise auch von einem hauchdünnen schwarzen Rand eingeschlossen sind.