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Kohlrabi

Der Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist zudem unter den Bezeichnungen Rübkohl, Stängelrübe sowie Oberrübe bekannt. Er ist als schmackhaftes Gemüse in Mittel- und Westeuropa von den Speisekarten nicht mehr wegzudenken, da er sowohl roh als auch gedünstet, gebraten oder gekocht genossen werden kann.

Kohlrabi

Junge Kohlrabipflanze bei der die Verdickung schon sichtbar ist.

Der Kohlrabi ist eine der variantenreichen Gemüsekohlsorten, deren verdickte Sprossachse, die Knolle, eine vielseitige Verwendung findet. Je nach Sorte kann der Durchmesser einer Knolle von etwa fünf bis zu über zwanzig Zentimetern variieren. So auch das Gewicht. Bis zu acht Kilogramm können sehr große Exemplare tatsächlich wiegen und trotzdem sehr schmackhaft sein.

Bei Gärtnern bevorzugte Eigenschaften sind ein großer Ertragreichtum, eine geringe Neigung zum Verholzen oder Platzen der Schale sowie die Schnellwüchsigkeit der Pflanze, die bei den über vierzig bekannten Sorten in den Farben von blassgrün, weißlich bis hin zu blauen und violetten Exemplaren zumeist gegeben sind.

So können Kohlrabipflanzen im Frühjahr, Sommer oder Herbst angebaut werden und sorgen damit für eine gesunde Ernährung fast das ganze Jahr hinüber hinsichtlich ihres hohen Gehalts an Vitamin C und Kalium sowie ihres geringen Kaloriengehalts.

Aussaat und Standort des Kohlrabi

Der Kohlrabi bevorzugt einen sonnigen, etwas geschützten, warmen Standort. Der Boden sollte sehr humusreich sein und im Herbst frischen Stallmist oder verrotteten Kompost erhalten haben.

Aufgrund der kurzen Entwicklungszeit wird Kohlrabi oft als Vor-, Zwischen- oder Nachfrucht angebaut. So kann eine Pflanzung von Kohlrabi beispielsweise am Rand eines Gurkenbeetes vorgenommen werden, um die jungen Gurkenpflanzen zu schützen und den Platz auszunutzen. Auch zwischen Stangenbohnen ist der Anbau möglich, ebenso wie als Nachfrucht auf abgeernteten Erbsenbeeten.

Ab Mitte/Ende Februar auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus Samen vorziehen. Bei geeigneter Größe der Pflänzchen und entsprechenden Temperaturen, können die Kohlrabis dann ins Freibeet versetzt werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Kohlrabis bedürfen keiner besonderen Pflege. Es sollte lediglich auf eine gleichbleibende Feuchtigkeit geachtet werden sowie auf einen nährstoffreichen Boden.

Eine Vermehrung kann lediglich durch Aussaat von Februar bis Juni für das Freiland erfolgen. Für beheizbare Gewächshäuser kann dies ganzjährig vorgenommen werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bakterien- und Pilzkrankheiten treten bei vielen Kohlsorten gelegentlich auf. Diese führen zum Absterben der Pflanze und sollten mit speziellen chemischen Mitteln frühzeitig behandelt werden.

Auch der Große Kohltriebrüssler legt sehr gern seine Eier auf Kohlrabi ab, was dazu führt, dass die Knollen aufplatzen. Hier sollten bei Befall die Eier schnell entfernt und ebenfalls chemische Mittel eingesetzt werden.

Ebenfalls ein Fressfeind von Kohlrabipflanzen sind Blattwespen, genauer die Kohlrübenblattwespe.