Glückskastanie Pachira aquatica

Glückskastanie

Die Glückskastanie (Pachira aquatica) zählt zur Familie der Wollbaumgewächse. Sie ist ursprünglich in Mittelamerika beheimatet und kann dort Wuchshöhen von bis zu zwanzig Metern erreichen. Selten wird sie auch als Wilder Kakaobaum bezeichnet.

Glückskastanie Pachira aquatica
Glückskastanie (Pachira aquatica) hier mit einem geflochtenen Stamm.

Bei uns wird die Glückskastanie als Zimmerpflanze kultiviert und gilt aufgrund ihrer dekorativen, kastanienähnlichen Blätter als recht auffällig. Häufig werden sogar mehrere Stämmchen miteinander verflochten, sodass der Blattschopf der vielen gefingerten Blätter dichter erscheint.

Als Zimmerpflanze kann sie an einem günstigen Standort bis zu einem Meter hochwachsen. Die Glückskastanie bildet einen leicht verdickten Stammfuß, der als Wasserspeicher dient und zugleich der Pflanze einen ausreichenden Halt gewährt. Sie wächst sehr ausdauernd und langsam.

Die jungen Zweige der Glückskastanie sind kräftig grün, der Stamm ist von brauner und im Alter von braun-grauer Farbe. Die Blätter sind gestielt, zusammengesetzt, handförmig und ledrig und bestehen aus bis zu neun glänzenden Fiederblättern.

Pflanzung und Standort

Die Glückskastanie bevorzugt helle Standorte, aber auch im Halbschatten gedeiht sie gut. Die Umgebungstemperaturen sollten zwischen zwölf und fünfundzwanzig Grad Celsius liegen.

Glückskastanie
Die geflochtenen Stämme der Glückskastanie sind häufig beschädigt, zudem entwickeln sich Seitentriebe.

Gepflanzt wird sie im Frühjahr in normale Blumenerde. Auch eine Kultivierung als Hydropflanze ist möglich.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Glückskastanie mag es eher trocken als nass. Deshalb sollte sie auch in der Vegetationszeit nur mäßig gegossen werden. Überschüssiges Wasser sollte aus dem Untersetzer entfernt werden, um Fäulnisprozessen vorzubeugen. Der Blumentopf sollte also eine Drainage oder Abflusslöcher besitzen.

Der Standort kann ganzjährig beibehalten werden, wobei die Pflanze im Winter von Zeit zu Zeit übersprüht werden sollte. Dann wird allerdings noch weniger gegossen als in der Wachstumszeit.

Im Sommer wird in vierzehntägigen Abständen dem Gießwasser ein herkömmlicher Flüssigdünger beigegeben. Die Düngergaben werden zwischen September und Mai vollständig eingestellt.

Wird die Zimmerpflanze zu groß oder wächst nur unregelmäßig, kann sie im Frühling oder Sommer zurückgeschnitten werden. Auch ein kräftiger Rückschnitt ist möglich, da an den Schnittstellen seitlich häufig neue Triebe entstehen.

Zur Vermehrung können der Pflanze im Sommer Kopfstecklinge mit etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter Länge abgenommen werden. Diese sollten in normaler Blumenerde bei warmen Temperaturen bewurzelt werden. Im darauffolgenden Frühjahr können die Jungpflanzen einen größeren Topf erhalten.

Krankheiten und Schädlinge

Geflochtene Exemplare enthalten häufig Schädigungen in der Rinde, sodass es dadurch zu einem Befall mit Schädlingen führen kann. Werden Gespinste an der Blattunterseite sichtbar, kann es sich um Spinnmilben handeln. Dann sollte die gesamte Pflanze sorgfältig abgewaschen und die Blätter mit Schmierseifenlösung behandelt werden. Zu guter Letzt helfen auch spezielle Mittel aus dem Fachhandel.

Wenn der Wurzelballen zu feucht steht, weicht die Pflanze vom Stamm beginnend auf und verfault. Dann können lediglich Kopfstecklinge abgenommen und eingepflanzt werden, da es dann für die gesamte Pflanze meist schon zu spät ist und sie entsorgt werden muss.

Häufige Probleme

Ein Blattfall während der Wintermonate ist nicht besorgniserregend und normal. Vorbeugend sollte die Pflanze jedoch auch im Winter einen möglichst hellen Platz erhalten und nur sehr wenig gegossen werden.

Geflochtene Stämme können nach mehreren Jahren die Pflanze in ihrem gesamten Wachstum hemmen. Dann bilden sich nur noch wenige Blätter, bis die Pflanze schließlich eingeht. Da sie jedoch nur langsam wächst, tritt dieser Prozess meist erst nach mehreren Jahren ein.

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