Gloxinie im Topf

Gloxinien

Die Gloxinie (Sinningia speciosa) gehört, wie auch die Schamblume, zur Familie der Gesneriengewächse und ist ursprünglich in den brasilianischen Regenwäldern heimisch. Sowohl ihre großen Blätter als auch ihre glockenförmigen, bis zu vierzehn Zentimeter großen Blüten fühlen sich weich und samtig an und verleihen dieser Zimmerpflanze eine hohe Attraktivität.

In der Zeit zwischen März und August zeigt diese aparte Zimmerpflanze ihre auffälligen Blüten, die aufrecht aus der Blattrosette ragen. Es gibt zahlreiche Hybriden in Weiß, Rot und Blau, aber auch mehrfarbige, einfache und gefüllte Blüten erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Pflanzung und Standort

Gloxinien Sinningia speciosa
Gloxinien (Sinningia speciosa) stammen aus dem brasilianischen Regenwald.

Gloxinien bilden Knollen, die im Frühjahr in ausreichend große Töpfe mit normaler Erde gesetzt werden. Sie sollten einen warmen, zugfreien Standort erhalten. Sie benötigen helle Standorte, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung sowie Orte, an denen eine gleichbleibende Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit zu verzeichnen ist. Trockene Luft hingegen sowie ständige Temperaturwechsel vertragen sie nicht. Besonders gut gedeihen Gloxinien deshalb im Warmhaus oder in einem hellen Wintergarten.

Pflege und Düngung

Zu Beginn der Vegetationsperiode müssen Gloxinien regelmäßig mit handwarmem, weichem Wasser gegossen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass weder Blätter noch Blüten mit Wasser begossen werden, da sie es nicht vertragen. Es ist ratsam, das Wasser direkt in den Untersetzer oder Übertopf zu gießen. Die Menge ist so zu variieren, dass Schale oder Topf nach einer Stunde kein Wasser mehr zeigen.

Vergilbte Blätter oder verwelkte Blüten müssen regelmäßig entfernt werden, um Krankheiten oder Schädlingen keine Möglichkeiten für Schäden an der Pflanze zu eröffnen.

Auf das Besprühen mit Wasser zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sollte unbedingt verzichtet werden, da die samtartigen Pflanzenteile dies nicht vertragen.

Gloxinie im Topf
Gloxinie im Topf

Schwache Düngergaben mittels herkömmlichem Flüssigdünger sollten zwischen März und August wöchentlich erfolgen. Danach benötigt die Pflanze eine Ruhezeit, in der nicht gedüngt und nicht mehr gegossen wird.

Ab September sollte die Gloxinie sich zurückziehen und trocknen. Vertrocknete Pflanzenteile können dann vorsichtig entfernt werden. Die Knolle sollte jedoch in der alten Erde bei circa fünfzehn Grad Celsius trocken und dunkel überwintern.
Im Frühjahr erhält die getrocknete Knolle dann neue Erde und wird umgetopft.
Bei sehr kleinen Pflanzen lohnt sich jedoch häufig eine Überwinterung nicht.

Vermehrung von Gloxinien

Eine Vermehrung kann durch Blattstecklinge im Sommer oder durch Teilung großer Knollen im Frühjahr vorgenommen werden.

Möchte man im Sommer vermehren, wird ein kräftiges Blatt von der Pflanze abgetrennt und in einen kleinen Topf mit Erde sowie etwas Bewurzelungspulver gesteckt. Der Topf sollte an einem warmen, hellen Ort stehen und regelmäßige Wassergaben erhalten. Günstig erweist sich auch anfangs eine durchsichtige Plastikhaube, damit der Steckling schnell bewurzelt.
Zeigt sich ein neuer Trieb, ist aus dem Steckling eine Pflanze geworden, mit der im Herbst genauso verfahren wird wie mit erwachsenen Pflanzen.

Wenn im Frühjahr das Umtopfen alter Knollen ansteht, kann eine Teilung besonders großer Knollen vorgenommen werden. Alle Teilstücke werden dann separat eingetopft.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn Gloxinien in zu trockenen Räumen stehen, können sie mit Schädlingen wie Blattläusen, Thripsen oder Spinnmilben befallen werden. Blattläuse laben sich vor allem an den Blättern, die sie zerfressen. Thripse und Spinnmilben schwächen die Pflanze ebenso und lassen sie schließlich absterben. Alle Schädlinge finden sich hauptsächlich an der Blattunterseite des Laubs. Eine regelmäßige Kontrolle auf vermeintliche Schädlinge ist deshalb ratsam.

Tritt eines der Schaubilder auf, empfiehlt sich das Abwischen der Blätter mit einer milden Seifenlösung sowie das Umtopfen in einen sauberen Topf mit frischer Erde. Danach sollte ein anderer Standort für die Gloxinie gewählt werden.

Häufige Probleme

Zeigt die Gloxinie eingerollte oder gelbe Blätter, so weist dies auf eine zu trockene Raumluft hin. Dann sollten Luftbefeuchter Abhilfe schaffen oder es muss ein neuer Standort gefunden werden.

Steht die Gloxinie ständig im Wasser, kann sich schnell eine Blatt- oder Wurzelfäule entwickeln. Es ist daher darauf zu achten, dass der Boden zwar feucht, aber nicht nass ist und Verwelktes regelmäßig entfernt wird.

 

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