Winterlinge (Eranthis hyemalis) sind früh blühende Knollengewächse und gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Sie ähneln sehr stark den gelb blühenden Buschwindröschen, sind jedoch bereits ab Januar in den Gärten und auf Wiesen zu finden.

Ihre circa zweieinhalb Zentimeter großen gelben Blüten leuchten an kurzen, dicken Stielen bereits zeitig im Jahr selbst durch Schnee hindurch und erfreuen den Betrachter. Daher rührt die Bezeichnung für diese kleine ausdauernde, krautige Pflanze.

Winterlinge Schnee

Winterlinge im Schnee

Weltweit sind sieben verschiedene Arten des Eranthis bekannt, in Mitteleuropa wird jedoch nur eine Sorte kultiviert. Erstmalige Erwähnung fand der Winterling gegen Ende des 16. Jahrhunderts. An Popularität gewann er jedoch mit den ersten entstehenden Landschaftsparks gegen Ende des 18. Jahrhunderts, in denen flächendeckend die kleinen Knollen angesiedelt wurden und durch starke Verwilderung in jedem Winter für ein hinreißendes Bild sorgten.

An sonnigen Wintertagen bietet der Winterling den Bienen erste Anflugpunkte im Jahr. Trotzdem ist Vorsicht für den Menschen geboten, da die Pflanze in allen Teilen stark giftig ist.

Pflanzung und Standort

Der Winterling fühlt sich in fast jedem durchlässigen Gartenboden wohl, darf jedoch insbesondere in den Wintermonaten nicht austrocknen. Lediglich saurer Boden oder die Pflanzung direkt unter Nadelgehölzen verträgt der Winterling nicht. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal.

Gepflanzt werden sollte er etwa doppelt so tief wie seine Knolle groß ist im Abstand von etwa vier Zentimetern. Die günstigste Zeit ist der Herbst zwischen September und November. Auch Winterlinge, die im Frühjahr in Töpfen gekauft wurden, lassen sich nach der Blüte ins Freiland setzen und blühen im darauffolgenden Jahr erneut.

Besonders reizvoll wirken Winterlinge im Rasen, aber auch neben Tulpen, Schneeglöckchen, Blausternen und Krokussen bieten sie einen schönen Anblick.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Der Winterling benötigt sehr wenig Pflege. Nach der Blüte kann der Stiel abgeschnitten werden, jedoch sollten die Blätter stehengelassen werden. Wie bei allen Frühblühern dürfen diese erst entfernt werden, wenn sie vergilbt und eingezogen sind, damit die Knolle für das nächste Jahr genügend Kraft sammeln kann. Eine Düngung ist nicht notwendig.

Vermehrt werden kann der Winterling durch Teilung während oder nach der Blüte oder durch Selbstaussaat. Nach einer Selbstaussaat blüht die junge Pflanze jedoch erst nach drei bis vier Jahren. Blütenteppiche können durch Verwilderung nach etwa zehn Jahren an günstigen Standorten erwartet werden.

Krankheiten und Schädlinge

Winterlinge werden sehr selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen.