Seidelbast

Seidelbast Daphne
Seidelbast ist eine dankbare und pflegeleichte Pflanze, die aber giftig ist.

Seidelbast (Daphne) gehört zu den dankbarsten, kleinen, sommergrünen Blütensträuchern im Garten. Er bildet eine Pflanzengattung aus der Familie der Seidelbastgewächse und umfasst weltweit etwa fünfzig Arten. Er ist in Eurasien stark verbreitet. Die meisten Arten finden sich in China.

Seidelbast Daphne
Seidelbast ist eine dankbare und pflegeleichte Pflanze, die aber giftig ist.

Der Seidelbast erreicht Wuchshöhen von nur höchstens einem Meter. Die Äste sind nur wenig verzweigt und wachsen zumeist straff aufrecht.

Der Echte Seidelbast (Daphne mezereum) ist einer der effektvollsten Winterblüher. Er öffnet seine meist rosa, später weißen, stark duftenden Blüten in der Zeit von Februar bis April meist zu dritt in den Winkeln der im Vorjahr abgestorbenen Blätter. Da die Blüten Nektar führen, sind sie ein Magnet für die Insekten im Vorfrühling.

Anschließend entwickeln sich in großer Zahl die leuchtend roten, erbsengroßen Steinfrüchte, die für etwa zehn Vogelarten Nahrung liefern.

Weitere Sorten des Echten Seidelbast zeigen weiße Blüten und trübgelbe Früchte oder gar dunkelrote Blüten.

Seidelbast Früchte giftig
Auch die Früchte des Seidelbast sehen gut aus, sind aber sehr giftig.

Die Sorte Daphne burkwoodii hingegen wird nur tischhoch und ebenso breit. Die auffallend durchdringend duftenden Blüten erscheinen im zarten Rosa erst zwischen Mai und Juni in kleinen Büscheln.

Da der Seidelbast in allen Teilen stark giftig ist, sollten Arbeiten an ihm ausschließlich mit Handschuhen vorgenommen werden. Zudem empfiehlt es sich, bei Kindern im Haushalt auf den Seidelbast im Umfeld zu verzichten, da sein Gift auch durch die gesunde Haut in den Blutkreislauf gerät.

Seidelbast gehört außerdem zu den geschützten Arten.

Pflanzung und Standort

Ein schattiger bis halbschattiger Standort ist für den Seidelbast ideal. Der Boden sollte kalkhaltig, nährstoffreich und feucht sein. Staunässe verträgt er jedoch nicht.

Eine Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst in Abständen von etwa fünfzig bis siebzig Zentimetern. Es kann gut verrotteter Kompost oder Stallmist in den Boden eingearbeitet werden. Zudem empfiehlt es sich, nach der Pflanzung eine Mulchschicht um den Strauch auszubringen, die für eine gute Feuchtigkeitsregulierung sorgt.

Märzenbecher, Schneeglöckchen, Krokusse, Buschwindröschen sowie farbige Tulpen sind sehr schöne Begleiter des Seidelbasts und können in direkter Nachbarschaft ein zauberhaftes Frühlingsbild bieten.

Pflege und Düngung

Der Seidelbast benötigt wenig Pflege. Lediglich in langen Trockenperioden sollte er regelmäßig gewässert werden.

Insbesondere im Frühjahr und im Herbst sollte der Boden jährlich aufgekalkt werden. Das sorgt für Blüten- und Fruchtreichtum am Seidelbast.

Schnitt und Vermehrung

Ein Schnitt ist nur selten nötig. Es ist empfehlenswert, direkt nach der Blüte einen leichten Rückschnitt vorzunehmen, wenn der Strauch besonders klein gehalten werden soll.

Die Vermehrung empfiehlt sich durch eine Aussaat der vollreifen Früchte im Frühling. Auch mittels Absenkern ist die Vermehrung im Frühling leicht möglich. Von Stecklingen ist eher abzuraten, da die Ausfallquoten als recht hoch anzusehen sind.

Krankheiten und Schädlinge

Für den Seidelbast sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.