Ölweiden

Die Ölweiden (Elaeagnus) bilden eine Gattung mit über vierzig Arten innerhalb der Familie der Ölweidengewächse. Sie sind vor allem im asiatischen Raum beheimatet und werden bei uns als Zierpflanzen in Kübeln, aber auch im Freiland kultiviert.

Ölweiden sind zum Teil frostempfindliche, buschige Gehölze oder kleine Bäume, die manchmal immergrün sind und essbare Früchte ausbilden.

So wird sehr gern die sommergrüne Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia) in Gärten verwendet, die über bedornte, rötlich-braune Zweige und Äste zeigt. Das Laub glänzt vor allem an jungen Trieben silbrig, da es sehr dicht mit silbrigen Schildha

Buntlaubige dornige Ölweide
Buntlaubige oder Dornige Ölweide (Elaeagnus pungens).

aren besetzt ist. Die Blätter sind schmal und lanzettlich und werden etwa acht Zentimeter lang.

Die Blüten sind nur etwa einen Zentimeter groß, innen gelblich, außen silbrig und zeigen sich in der Zeit von Mai bis Juli.

Auch die Buntlaubige Ölweide, auch Dornige Ölweide genannt (Elaeagnus pungens) erfreut sich wegen des grün-gelben Laubs besonderer Beliebtheit. Die Pflanze mit dem auffälligen Blattschmuck ist immergrün und kann Wuchshöhen und -breiten von bis zu zwei Metern erreichen. Sie blüht von Oktober bis November und zeigt dann cremeweiße, duftende Blüten. Die Buntlaubige Ölweide sieht auch sehr schön als Hecke aus.

Im Gegensatz zur Schmalblättrigen Ölweide, die normale Fröste bis zu minus acht Grad Celsius recht gut verträgt, ist die Buntlaubige Ölweide nur bedingt frosthart.

Pflanzung und Standort

Ölweiden bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Sie sollten jedoch einen möglichst geschützten Standort erhalten. Der Boden sollte humos, kann aber auch sandig oder lehmig sein.

Zu bedenken ist bei der Pflanzung im Frühjahr oder Herbst, dass Ölweiden ihren Wuchs immer nach der Sonne ausrichten. Werden also halbschattige Plätze gewählt, sollte eine Kübelpflanzung vorgenommen werden, um die Pflanze ab und zu der Sonne zuzuneigen. So wird eine schiefe Wuchsform der Ölweide vermieden.

Da Ölweiden zuweilen sehr ausladend und sparrig wachsen, empfehlen sich Pflanzungen in Einzelstellungen, beispielsweise im Vorgarten. Werden sie in Gruppen gepflanzt, sollte die halbe zu erwartende Wuchshöhe eingehalten werden.

Pflege und Düngung

Ölweiden
Ölweiden im Topf.

Ölweiden vertragen Trockenheit recht gut und sollten erst gegossen werden, wenn die Erdoberfläche trocken ist. Staunässe hingegen rächt sich mit starkem Blattfall, sodass die Pflanze verkahlen kann.

Eine Düngung kann im Frühjahr mit gut verrottetem Kompost vorgenommen werden, der in den Wurzelbereich eingearbeitet wird.

Die Überwinterung von Kübelpflanzen sollte im Kalthaus, also bei etwa acht Grad Celsius, an einem hellen Standort vorgenommen werden. Dies ist vor allem in sehr froststarken Gebieten empfehlenswert.

Schnitt und Vermehrung

Ölweiden vertragen Rückschnitte recht gut, wobei es oftmals ausreichend ist, den Strauch nach der Blüte auszulichten. Wird der kompakte Wuchs bevorzugt, kann auch radikaler zurückgeschnitten werden.

Vermehrt werden können Ölweiden mit Stecklingen, die im Sommer abgeschnitten, in einen Topf mit Erde gesteckt und regelmäßig gegossen werden. Sie sollten allerdings auch nur mäßig gegossen und an einen halbschattigen Platz gestellt werden. Im Winter werden sie ebenfalls ins Kalthaus umgesiedelt, bevor sie Ende Mai ins Freiland gepflanzt werden können.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Ölweiden sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.

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