Meerlavendel

Meerlavendel
Der Meerlavendel benötigt trockene und durchlässige Böden.

Der Meerlavendel (Limonium latifolium) wird auch als Strandflieder bezeichnet und gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse. Häufig ist die mehrjährige Pflanze als Dünenbepflanzung zu finden, aber vor allem auch an den Küsten des Atlantiks sowie des Mittelmeers ist diese Pflanze heimisch.

Rosa Strandflieder
Größere Gruppe von Strandflieder.

Meerlavendel gedeiht in Horsten, die bis etwa fünfzig Zentimeter in Breite und Länge ausgedehnt sind. Die Blattrosetten ähneln denen des Löwenzahns und verfügen über lange Pfahlwurzeln. Die meist lavendelfarbigen, kleinen Blüten erscheinen in lockeren Rispen angeordnet in der Zeit von Juli bis September. Die Blütenstände können über fünfzig Zentimeter hoch werden und von Violett über Rosa bis hin zu Weiß variieren.

Wie der Name schon vermuten lässt, ähnelt die Pflanze, insbesondere die Farbe der Blüte, dem Lavendel, wobei beim Lavendel eine andere Blütenanordnung vorliegt.

Wegen ihrer derben Blätter und ihrer drahtig verzweigten Blütenstände wird sie gern als Trockenblume (Statice) verwendet.

Pflanzung und Standort

[the_ad_placement id=“im-content“]Meerlavendel bevorzugt vollsonnige Standorte sowie gut durchlässige, trockene, magere und kalkhaltige Böden. Auch in freien Lagen widersteht der Meerlavendel starken Winden und eignet sich daher auch zur Pflanzung als Windschutz vor Terrassen.

Als beste Pflanzzeit gilt der April, damit die Staude bereits im Sommer ihre zahlreichen Blütenrispen zeigen kann.

Besonders schön kommt er in der Nähe zu Steppenkerzen, Fackellilien und Skabiosen zur Geltung und setzt durch seine zahlreichen, scheinbar schwebenden Blüten schöne Akzente.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Meerlavendel
Der Meerlavendel benötigt trockene und durchlässige Böden.

Meerlavendel möchte am besten in Ruhe gelassen werden und gedeiht an günstigen Standorten ganz von allein. Auf eine Düngung sollte daher auch verzichtet werden; lediglich eine geringe Volldüngergabe im zeitigen Frühjahr fördert den Austrieb.

Sollen Blütenstände für Trockensträuße Verwendung finden, sollten die Stängel kurz vor dem vollständigen Erblühen geschnitten werden.

Im Herbst empfiehlt sich das Zurückschneiden aller verblühten Stängel bis zum Boden. In besonders rauen Lagen sollte ein Winterschutz aus Reisig ausgebracht werden.

Die Vermehrung kann mittels Aussaat nach der Samenreife an Ort und Stelle sowie durch Wurzelstecklinge im Frühjahr erfolgen.

Zur Aussaat werden von vertrockneten Blüten im Hochsommer die braunen Samen entnommen und zwischen September und Oktober breitwürfig ausgesät. Im Frühjahr können die überwinterten Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden. Auch die Selbstaussaat gilt als vielversprechend.

Wurzelstecklinge werden im Frühjahr entnommen, in die Erde gesteckt und bis zum Anwurzeln regelmäßig gewässert.

Krankheiten und Schädlinge

Schwere und schlecht entwässerte Böden können zur Wurzelfäule führen, sodass die Pflanze in der Folge abstirbt. Deshalb sollte von vornherein auf einen günstigen Standort geachtet werden.