Mammutblatt

Mammutblatt
Das Mammutblatt erinnert mit seinen großen Blättern etwas an den Rharbaber.

Das Mammutblatt (Gunnera) wirkt mit seinen großen Blättern beinahe urzeitlich. Wegen seiner auffallenden Ähnlichkeit wird es auch als Riesen-Rhabarber bezeichnet, obwohl es mit diesem nicht verwandt ist. Es gehört als einzige Gattung zur Familie der Gunneraceae und stammt ursprünglich aus den Nebelwäldern im südlichen Brasilien. Heimisch ist sie außerdem in Afrika, Australien und Ozeanien.

Mammutblatt
Das Mammutblatt erinnert mit seinen großen Blättern etwas an den Rharbaber.

Diese Blattschmuckstaude ist nicht für kleine Gärten geeignet, da sie bis zu drei Metern hoch und etwa auch so breit werden kann. Die auf langen, kräftigen, behaarten Stängeln sitzenden Blätter mit stark hervortretenden Rippen haben teilweise eine Ausdehnung von bis zu einem Meter.

Im Sommer, etwa im Juni oder Juli, erscheinen kolbenförmige Rispen mit winzigen, hellgrünen Blüten, die jedoch recht unscheinbar im Gegensatz zu den beeindruckenden Blättern sind. Nach der Blüte entwickeln sich fleischige, rötlich-grüne, dekorative Fruchtstände.

Pflanzung und Standort

Halbschattige wie auch vollsonnige Standorte in kühler, feuchter Umgebung sind ideal für das Mammutblatt. Zudem bevorzugt es nährstoffreiche, feuchte Böden, die vor dem Pflanzen mit viel Humus angereichert sowie mit verrottetem Stallmist oder Kompost gemulcht werden sollten. Das hält die Feuchtigkeit im Boden besser zurück.

[the_ad_placement id=“im-content“]Eine Pflanzung erfolgt im Frühjahr in Abständen nicht unter zwei Metern. Empfohlen sei zudem eine etwas tiefere Pflanzung als die Pflanze vorher im Kübel oder Topf stand. Nach der Pflanzung sollte es zudem gut feucht gehalten werden, um das Anwachsen vor dem Winter tatsächlich zu gewährleisten.

In der Nähe von üppig blühendem Weißdorn oder Farnen wie Sumpf– oder Rippenfarn kommen die riesigen Blätter gut zur Geltung. Natürlich wirkt das Mammutblatt in Einzelstellung bereits sehr attraktiv.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Im Herbst empfiehlt sich das Zurückschneiden bis zum Boden. Danach wird eine dicke Lage Stroh gegen die Kälte und Feuchtigkeit ausgebracht, da das Mammutblatt nur Fröste bis etwa minus zehn Grad verträgt.

Bei Vegetationsbeginn düngt man das Mammutblatt mit Guano, um einen kräftigen Wachstumsschub zu geben. Gleichzeitig kann mit verrottetem Stallmist gemulcht werden.

Eine Vermehrung empfiehlt sich mittels Triebstecklingen von jungen Pflanzen. Diese werden im Sommer in Töpfe gesetzt und bis zum Anwachsen gedüngt und gegossen. Sie sollten im Zimmer überwintert und im nachfolgenden Frühjahr etwas tiefer als sie bisher standen ins Freiland gesetzt werden.

Eine Aufzucht aus Samen ist möglich, jedoch langwierig und mühsam.

Krankheiten und Schädlinge

Es sind weder Krankheiten noch Schädlinge für das Mammutblatt von Bedeutung.