Hibiskus

Der Hibiskus (Hibiscus), auch Roseneibisch, gehört zur Familie der Malvengewächse und ist ursprünglich in China und Indien beheimatet. Etwa dreihundert Arten sind weltweit bekannt und beliebt. Sie werden als Zierpflanzen in Gärten und Parks, aber auch als Zimmerpflanzen verwendet.

Aus den Blüten wird auch Tee hergestellt, der durch seine tiefrote Farbe und seinen leicht süßlichen Geschmack nicht nur im Orient viele Liebhaber hat.

Hibiskus
Hibiskus erfreut den Betrachter mit sehr schönen und filigranen Blüten.

Der Hibiskus wächst als ein- oder mehrjährige, krautige Pflanze. Er kann im Freiland Wuchshöhen bis zu drei Metern erreichen, während Zimmerpflanzen durch Wuchshemmer recht klein gehalten werden (circa dreißig Zentimeter).

Seine Blätter sind dunkelgrün und glänzend und werden zwischen fünf und zehn Zentimeter lang. Die fünfzähligen Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln und blühen in den Farben Weiß, Rosa, Orange, Rot, Violett oder zweifarbig. Oft wird der Hibiskus auch als Hochstämmchen kultiviert, aber auch ein Einsatz als Heckenpflanze ist möglich.

Im Zimmer blüht der Hibiskus meist in Schüben über mehrere Wochen, wobei die Blüten leider nur einen Tag zu bewundern sind. Im Freiland beginnt die Hibiskusblüte, je nach Sorte, im Juni oder Juli und dauert etwa drei Wochen.

Hibiskus gilt generell als sehr pflegeleichte und dankbare Pflanze.

Pflanzung und Standort

Bevorzugt werden vom Hibiskus kalkhaltige Lehmböden, auch leichte, humose, aber keine sauren Böden. Sie sollten zudem einen hellen, halbschattigen Platz erhalten.

Wegen seiner fleischigen Wurzeln sollte Hibiskus am besten im Frühjahr in Abständen von etwa vierzig bis fünfzig Zentimetern gepflanzt werden, damit er richtig einwachsen und einwurzeln kann.

Zur Solitär- oder Heckenpflanzung eignet er sich hervorragend, aber auch in der Nähe von Steingärten mit Mittagsblumen und Männertreu setzt er dekorative Akzente.

Pflege und Düngung

Hibiskus treibt erst spät im Frühjahr, etwa ab Mai aus, sodass man geduldig auf die ersten grünen Blätter warten soll. Ist es bereits im Frühjahr sehr trocken, sollte regelmäßig gewässert werden, da Trockenheit seine Wuchs- und Blühfreude schmälert.

Gedüngt werden sollte er bereits ab April mit einem herkömmlichen Blütengewächsdünger, danach wöchentlich während der Wachstumsperiode.

Zwar sind die meisten Hibiskusarten winterhart, sollten aber trotzdem einen Winterschutz aus Laub und Reisig erhalten.

Schnitt und Vermehrung

Nach der Blüte im Frühherbst kann der Hibiskus einen Rückschnitt vertragen. Da er nur am einjährigen Holz blüht, kann ein Rückschnitt je nach Gebrauch vorgenommen werden.

Die Vermehrung erfolgt mittels Aussaat durch die Kapselfrüchte im Herbst oder Frühjahr an Ort und Stelle. Auch die Stecklingsentnahme im Sommer hat sich bewährt und sichert gute Erfolge. Die Stecklinge werden vom Laub befreit, in die Erde gesteckt und gut gewässert.

Krankheiten und Schädlinge

Zu starkes Austrocknen schädigt die Pflanze so stark, dass sie vertrocknet und abstirbt. Auch kann es notwendig werden Blattläuse zu bekämpfen.

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