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Wasserdost

Der Wasserdost (Eupatorium) gehört zur Familie der Korbblütler und ist nahezu in ganz Europa verbreitet. Der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) ist darunter die einzige Art, die bei uns heimisch ist.
Mittlerweile findet man den Wasserdost auch in Australien und Nordamerika, wohin er eingeführt wurde. Weltweit sind etwa fünfundvierzig Arten bekannt. Weitere Bezeichnungen für den Wasserdost sind Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst und Orant.

Wasserdost Eupatorium cannabinum

Der Gewöhnliche Wasserdost (bot. Eupatorium cannabinum) ist eine pflegeleichte Pflanze, ideal auch zur Uferbepflanzung.

Der Wasserdost ist eine ausdauernde, krautige Staude, die Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen kann. Die meist aufrechten, rot bis braun überlaufenen Stängel sind recht derb. Die zahlreichen Öldrüsen verleihen der gesamten Pflanze einen herb-aromatischen Duft.

In der Zeit von Juli bis September bilden sich an den oberen Seitentrieben Blütendolden aus, die doldig und rispenähnlich viele kleine, zart rosafarbene Blüten vereinen. Diese locken zahlreiche Insekten und Schmetterlinge an.

Erstmals erwähnte ihn Carl von Linné als Gattung im Jahr 1753. Allerdings ist der Wasserdost bereits viel länger bekannt und wurde schon von den alten Griechen als Heilmittel verwendet, zum Beispiel beim Biss giftiger Tiere. Die Römer vertrieben mit dem Kraut sogar Ameisen und im Mittelalter spielte der Dost eine nicht unwesentliche Rolle im Teufelsglauben.

Gefleckter Wasserdost Eupatorium macrophyllum

Gefleckter Wasserdost (Eupatorium macrophyllum)

Grund hierfür sind die Inhaltsstoffe des Krauts, das unter anderem Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherisches Öl mit Thymol und Carvacrol als Hauptbestandteile enthält.
Noch heute sind Bestandteile der Staude in pflanzlichen Arzneimitteln enthalten. Sie werden eingesetzt bei Erkrankungen der oberen Luftwege sowie gegen Magenbeschwerden.

Der Name ist wahrscheinlich zurückzuführen auf das mittelhochdeutsche Wort „doste“, das „Strauß“ bedeutet und auf die buschigen Blütenstände der Pflanze hinweist.

Neben der Sorte Eupatorium cannabinum gibt es noch weitere verbreitete Sorten, die auf jeden Fall einen Blick wert sind:

  • Großer Wasserdost (Eupatorium fistulosum)
  • Runzblättriger Wasserdost (Eupatorium rugosum) auch als Braunblättriger Wasserdost (Eupatorium rugosum ‚Chocolate‘)
  • Durchwachsener Wasserhanf oder Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) – weiße Blüten
  • Gefleckter Wasserdost oder Purpur-Dorst (Eupatorium maculatum)

Pflanzung und Standort

Wasserdost Blüte

Die wunderschöne Blüte des Wasserdost.

Wasserdost wächst an Ufern von Gräben, Bächen und Seen, auf feuchten Wiesen sowie an Waldrändern. Die meisten Arten bevorzugen feuchte, halbschattige Standorte, sodass sie ideal zur Bepflanzung von Gartenteichen in der Nähe von Sumpfstorchschnabel, Sumpf-Schwertlilien sowie Bambus geeignet sind. Nur wenige Arten wachsen auch auf trockenen Böden. Der Boden sollte deshalb feucht, leicht sauer und humos sein.

Da der Wasserdost in Höhe und Breite sehr immense Ausmaße annehmen kann, sollte er im Herbst oder Frühjahr in Abständen von etwa einem Meter im Hintergrund zu kleineren Pflanzen gepflanzt werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Wasserdost benötigt sehr wenig Pflege. Lediglich eine Gabe Humus oder verrotteter Kompost sollte im Frühjahr verabreicht werden, um die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen und einen üppigen Wuchs zu fördern.

Wasserdost rosa

Der Wasserdost ist auch unter dem Begriff Dosten bekannt.

Im Herbst kann um die Pflanze herum eine Schicht Laub aufgebracht werden. Diese versorgt den Dost langfristig mit Nährstoffen.

Nach der Blüte können die verwelkten Dolden abgeschnitten werden. Wer eine Aussaat und damit eine Verbreitung wünscht, schneidet die Dolden erst im zeitigen Frühjahr ab.

Wasserdost steht mit einem langen, dünnen Wurzelstock in der Erde. Vermehrt er sich stark, können einzelne Wurzelstöcke im Frühjahr dem Boden entnommen und umgesetzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Hat der Wasserdost einen idealen Standort, beeinträchtigen ihn weder Krankheiten noch Schädlinge.