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Schnittsalat / Pflücksalat – Anbau und Pflege im Garten

Schnitt- oder Pflücksalat (auch: Blattsalat) ist eine Variante des Gartensalates. Im Gegensatz zum Kopfsalat bildet er keinen Kopf aus, sondern lose Blattrosetten. Diese können – je nach Sorte – eine hellgrüne bis rotbraune Färbung aufweisen und gezackt, glattrandig, gewellt oder eichenlaubähnlich aussehen. Die bekanntesten Sorten des Schnittsalates (Lactuca sativa) hierzulande sind der rote Eichblattsalat, der Lollo rosso oder auch der Lollo bionda.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Schnittsalat Pflücksalat

Schnitt- oder Pflücksalat ist einfach zu pflegen und liefert reichhaltige Ernte.

Pflücksalat wird ähnlich wie der Kopfsalat angebaut. Bereits Ende Februar kann eine Aussaat im Frühbeet vorgenommen werden – ab Anfang April ist auch eine Direktsaat im Freiland möglich, wobei Vlies- oder Folienabdeckung empfohlen wird. Generell kann der Salat auch vorkultiviert und direkt als Jungpflanzen ausgesetzt werden – ein Erntevorsprung ist jedoch bei zunehmenden Temperaturen dabei nicht mehr zu erwarten.

Gerade bei Schnittsalat sollte hinsichtlich der Saatzeit auf die Sorte geachtet werden: Nur wenige Sorten eignen sich für eine jahreszeitenunabhängige Aussaat – vielmehr wird zwischen Sorten für den Frühjahrsanbau sowie Sorten für den Sommeranbau unterschieden.

Beim Pflanzen von Salatsetzlingen ist darauf zu achten, dass diese möglichst hoch gepflanzt werden – stecken sie zu tief in der Erde, können sich die Köpfe nicht ideal entfalten.

Der ideale Standort für Schnitt- bzw. Pflücksalate ist ein sonniger bis halbschattiger Platz mit nährstoffreichem Boden. Der Pflücksalat wird in Reihen von 25- 30 cm Abstand ausgesät und sollte später ausgedünnt werden. Neben der Freiland-Aufzucht kann auch eine Anpflanzung von Schnittsalaten in Balkonkästen erfolgen.

Je nach Erntegeschwindigkeit, empfiehlt sich eine regelmäßige Aussaat im drei bis vier Wochen-Rhythmus, so dass man den ganzen Sommer über frischen Schnittsalat ernten kann. Zwar wächst Schnittsalat nach der Ernte wieder nach, es fallen aber immer wieder Salatpflanzen aus. Teilweise durch Schnecken oder durch Schießen des Salats (Bilden der Blüte) was den Schnittsalat bitter schmecken lässt.

Pflege und Düngung

Bei der Aufzucht von Schnittsalat ist eine gleichmäßige Bewässerung von großer Bedeutung. Mulchen bindet die Bodenfeuchtigkeit, und erspart auf diese Weise das Hacken. Bei besonders heißen Temperaturen empfiehlt sich ein Vlies oder eine Folie, um ein besseres Keimen von Jungpflanzen zu ermöglichen.

Vor der Aussaat von Schnitt- bzw. Pflücksalat ist die Verteilung von Kompost von Vorteil. Düngen ist in der Regel nicht erforderlich – und sollte wenn, dann nur sparsam und am besten vor der Aussaat bzw. der Pflanzung erfolgen.

Ernte und Vermehrung des Pflücksalats

Die Ernte von Schnittsalaten erfolgt in der Regel etwa 6 bis 7 Wochen nach der Aussaat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Salatpflanzen etwa 15 bis 20 cm hoch gewachsen. Bleiben die Herzblätter bestehen, so können neue Blätter nachwachsen – und eine mehrfache Ernte ist möglich. Ansonsten sorgen Nachsaaten im Abstand von drei bis vier Wochen für entsprechenden Nachschub.

Krankheiten und Schädlinge von Schnittsalat

Pflücksalat ist weit weniger anfällig für Schnecken als beispielsweise Kopfsalat. Er gilt im Allgemeinen als recht robust und wenig krankheitsanfällig. Allerdings kann es dennoch vorkommen, dass die Salatpflanzen von Blattläusen oder Falschem Mehltau befallen werden. In seltenen Fällen können auch Viruskrankheiten auftreten.