Säuleneuphorbie Kaktusähnliche Wolfsmilch

Säuleneuphorbie

Die Säuleneuphorbie (Euphorbia trigona) wird auch als Kaktusähnliche Wolfsmilch, Dreikantige Euphorbie oder auch als Dreikantige Wolfsmilch bezeichnet. Sie gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist, wie viele dieser Arten, stark giftig und wirkt hautreizend.

Die Säuleneuphorbie ist ursprünglich auf den Kanarischen Inseln heimisch und erreicht dort Wuchshöhen bis zu acht Metern. Bei uns wird sie als Zimmerpflanze kultiviert und kann mühelos ein bis zwei Meter Höhe erreichen.

Säuleneuphorbie Kaktusähnliche Wolfsmilch
Säuleneuphorbien, auch Kaktusähnliche Wolfsmilch genannt, sind pflegeleichte Zimmerpflanzen.

Ihre sukkulenten, kaktusähnlichen, zuerst aufrecht, später verzweigt wachsenden, dreikantigen Stängel zeigen an den geflügelten Kanten Dornen sowie kleine, ovale Blätter. An einem günstigen Standort sowie bei guter Pflege bilden sich bei älteren Pflanzen kleine, unscheinbare Blütenstände.

Erhöhte Vorsicht ist beim austretenden Milchsaft an Schnittstellen geboten. Dieser ist stark giftig und verursacht zum Teil schwere Formen von Hautreizungen. Besonders gefährlich ist er, wenn er in Verbindung mit Schleimhaut gelangt.

Pflanzung und Standort

Da die Säuleneuphorbie trockene, warme Standorte bevorzugt, sollte sie einen hellen, vollsonnigen Standort erhalten. Im Frühjahr wird sie in einen ausreichend großen Topf mit Kakteenerde gepflanzt. Etwa dreißig Prozent der Erde sollten aus mineralischen Zusätzen bestehen, damit ein ausreichender Wasserabfluss gewährleistet ist.

Am besten eignet sich ein Platz im Wintergarten. Auf einer Fensterbank hingegen ist davon auszugehen, dass die Pflanze zu schnell wächst und zu groß wird.
Damit einem Umkippen vorgebeugt wird, kann der Topf zusätzlich mit Steinen beschwert und auf dem Boden platziert werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Säuleneuphorbie Topf
Eine Säuleneuphorbie (Euphorbia trigona) im Topf.

Die Säuleneuphorbie benötigt sehr wenig Pflege. Sie wird nur dann gegossen, wenn die obere Erdschicht ausgetrocknet ist. Sie verträgt eher Trockenheit als Nässe. Deshalb darf sie niemals „nasse Füße“ haben und im Wasser stehen, da sie sonst fault.

Eine Düngung wird nur einmal jährlich, am besten im Sommer, mit einem herkömmlichen Kakteendünger vorgenommen. Dieser kann dem Gießwasser beigemischt werden.

Wird die Säuleneuphorbie zu groß, kann sie geschnitten werden. Als Vorsichtsmaßnahme ist das Arbeiten mit Handschuhen angeraten. Einerseits schützt es vor den spitzen Dornen an den Stängeln, andererseits vor dem austretenden giftigen Milchsaft.
Die zu lang gewordenen Zweige können im Sommer mit einer scharfen Schere oder einem Messer abgeschnitten werden. Danach sollten die Schnittstellen kräftig unter laufendem Wasser abgespült werden, bis kein Milchsaft mehr austritt.

Die abgeschnittenen Zweige eignen sich sehr gut zur Vermehrung der Pflanze. Sie werden nach dem Schnitt kurz in Wasser getaucht, danach einige Tage zum Trocknen liegengelassen und schließlich in Töpfe mit Kakteenerde zum Bewurzeln gesteckt. Im darauffolgenden Frühjahr erhalten sie einen Platz in einem großen Topf mit Kakteenerde.

Die Pflanze verträgt weder Kälte noch Frost. Im Winter sollten die Temperaturen daher nicht unter zehn Grad Celsius sinken. Sie wird dann weiterhin wenig gegossen.

Krankheiten und Schädlinge

Nur ein zu dunkler oder zu nasser Standort lässt die Pflanze nicht wachsen. Ansonsten sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.

Häufige Probleme

Die Säuleneuphorbie gilt als schnell wachsend, sodass sie nach einiger Zeit zum Umkippen neigt und der Topf deshalb beschwert werden sollte. Dazu eignen sich beispielsweise faustgroße Feldsteine, die auf die Erdoberfläche gelegt werden.

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