Grünlilie Chlorophytum comosum

Grünlilie oder Graslilie

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine beliebte, pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch unter den Bezeichnungen Graslilie, Fliegender Holländer oder Flinker Heinrich bekannt ist. Ebenso wird sie als Beamtengras oder Beamtenlilie bezeichnet, da sie häufig in Büroräumen anzutreffen ist.

Grünlilie Chlorophytum comosum
Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine beliebte und pflegeleichte Büropflanze.

Sie gehört, wie Yucca-Palme oder Salomonssiegel, zur Familie der Spargelgewächse und ist ursprünglich in Südafrika beheimatet. Diese Urform zeigt tatsächlich grüne Blätter. In vielen tropischen und subtropischen Gebieten trifft man sie mittlerweile als verwilderte Pflanze an. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie in Europa als robuste Zimmerpflanze verwendet.

Die bekannteste Zuchtform der Grünlilie ist innen cremefarben mit einem grünen Rand. Die schmalen, langen, grasähnlichen Blätter bilden dichte Rosetten und hängen dann häufig über. Ältere Pflanzen bilden lange Ranken, an denen sich unauffällige, weiße Blüten befinden. An ihnen wiederum entstehen schließlich die „Kindel“, siehe Bild weiter unten. Kindel sind Büschel mit jungen Pflanzen, die sich bereitwillig bewurzeln.

An günstigen Standorten treiben die Pflanzen unermüdlich neuen Nachwuchs aus, sodass eine Vermehrung dieser Pflanze problemlos möglich ist.

Die bekannteste Sorte der Grünlilie heißt „Variegatum“. Die neueste Sorte zeigt in der Mitte grün sowie einen cremefarbenen Rand. Viele weitere Züchtungen sind jedoch im Fachhandel erhältlich.

Pflanzung und Standort

Grünlilie Graslilie Kindel Ableger
Grünlilie, auch als Graslilie geläufig, bildet kleine Kindel, die als Ableger fungieren.

Grünlilien gelten als äußerst pflegeleicht und robust. Sie gedeihen hervorragend in Töpfen mit Erde, aber auch in Hydrokultur. Besonders beliebt sind sie als Ampelpflanzen, wirken aber auch auf Fensterbänken und in Blumensäulen aufgrund ihrer Blattstruktur sowie ihres überhängenden Wuchses sehr dekorativ.

Grünlilien können ganzjährig in Töpfe mit normaler Muttererde gepflanzt werden. Da sie stark wachsen, sollte von Beginn an ein nicht zu kleiner Topf gewählt werden. Spätestens dann, wenn die Wurzeln am Topfrand austreten wollen, muss die Zimmerpflanze in einen größeren Topf umgetopft werden.

Die Grünlilie ist an den meisten Standorten zufrieden. So kann sie in geheizten oder in kühlen Räumen, an sonnigen oder halbschattigen Standorten, im Sommer auch im Freien, gut gedeihen. Lediglich zu dunkle Standorte mag sie nicht, da dann der Kontrast der Blattzeichnung verschwindet.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Je nach Lufttemperatur muss die Grünlilie normal bis reichlich gegossen werden. In sehr trockenen, warmen Räumen empfiehlt sich daher die Kultur in Hydrotopfen. Ein gelegentliches Einsprühen der Blätter mit handwarmem Wasser empfiehlt sich außerdem an warmen, sonnigen Standorten. Das Einsprühen sollte jedoch nicht bei praller Sonneneinstrahlung, sondern besser abends vorgenommen werden.

Zwischen März und September ist es ratsam, einmal wöchentlich mit normalem Zimmerpflanzendünger (Flüssigdünger) zu düngen. Auch Düngestäbchen können verwendet werden. Hier sollte die Packungsbeilage Aufschluss über die Häufigkeit der Düngung geben.

Die Grünlilie benötigt das ganze Jahr über keine Ruhezeit, sodass ganzjährig eine Vermehrung vorgenommen werden kann. Hierfür werden die gebildeten Kindel, wenn sie bereits kleine Wurzeln zeigen, mit einer Schere abgetrennt und in Töpfe gesetzt.

Werden die Kindel nicht benötigt, können sie als Dekoration an der Pflanze belassen werden. Allerdings können zu viele Kindel dazu führen, dass die Mutterpflanze geschwächt wird und später unansehnlich wirkt. Deshalb sollte vorsorglich für Nachschub gesorgt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Grünlilie sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.

 

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