Heiligenkraut

Heiligenkraut
Heiligenkraut

Das Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) gehört zur Familie der Korbblütler und ist im Mittelmeerraum sehr verbreitet.

Nur zwei bis drei Arten werden weltweit als Zierpflanzen kultiviert. Sie gilt nach wie vor als Rarität und ist nicht häufig anzutreffen.

Der Name geht zurück auf das Lateinische „sanctus“ und bedeutet „heilig“ sowie auf „linum“ von „Flachs“.

Heiligenkraut
Heiligenkraut

Eine Erstveröffentlichung der Gattung Santolina wurde erstmals durch Carl von Linnè im Jahr 1753 vorgenommen.

Bei uns wächst das Heiligenkraut als immergrüner Halbstrauch mit Wuchshöhen zwischen zehn und sechzig Zentimetern. Die Pflanze zeigt sich verzweigt, manchmal aufrecht wachsend, aber auch als niederliegender Strauch mit behaarten, wohlriechenden, aber Insekten abwehrenden, frischgrünen bis graufilzigen, fein zerteilten Blättern.

Die Blüten sind gelb, klein und kugelig und erscheinen in der Zeit von Juni bis August sehr zahlreich.

Aufgrund seiner Herkunft eignet es sich besonders zur Bepflanzung von Dachgärten oder Steingärten. Es ist nur bedingt winterhart.

Pflanzung und Standort

Das Heiligenkraut bevorzugt sonnige, warme Standorte. Der Boden sollte normal, jedoch weitgehend trocken sein.

Gepflanzt wird er in Abständen von etwa dreißig Zentimetern über das ganze Jahr hinweg, außer, wenn der Boden gefroren ist.

So eignet er sich besonders für Steingärten und sorgt vor allem wegen seines ungewöhnlichen Laubs für sehr schöne Akzente. Neben blauen Polsterglockenblumen, Purpurglöckchen oder roten Wildtulpen wirkt er dann sehr dekorativ. Auch neben Rosen oder in die Nachbarschaft zu Lavendel passt er sehr gut.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Das Heiligenkraut verträgt kräftige Rückschnitte. Ein Rückschnitt sollte immer direkt nach der Blüte vorgenommen werden, damit der Strauch buschig wächst und nicht von unten verkahlt. Außerdem lässt es sich gut in Form schneiden.

Auf eine Düngung sollte besser verzichtet werden. Auch das Wässern ist nicht notwendig, selbst in längeren Trockenperioden nicht.

Im Winter empfiehlt sich ein Winterschutz aus Reisig, vor allem in sehr rauen Lagen. Zudem sollte es auch vor winterlicher Nässe weitgehend geschützt werden.

Die Vermehrung kann in der Zeit vom Frühjahr bis zum Sommer jederzeit vorgenommen werden. Hierfür werden Stecklinge mit einer Länge von fünfzehn bis zwanzig Zentimetern geschnitten, vom Laub befreit und an einem hellen, halbschattigen Ort in die Erde gesetzt. Bis zum Anwachsen sollte nur mäßig gewässert werden. Im darauffolgenden Frühjahr können die Stecklinge an einen sonnigen Standort umgesetzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich zu dunkle oder zu feuchte Standorte setzen dem Heiligenkraut zu und lassen es kümmern oder eingehen. Daher ist unbedingt auf eine gute Entwässerung zu achten. Ansonsten kann sich die Wurzelfäule ausbreiten und zum Absterben der Pflanze führen.