Wacholder

Der Wacholder, auch Gemeiner Wacholder oder Heide-Wacholder (Juniperus communis), gehört zur Familie der Zypressengewächse und wurde im Jahr 2002 zum „Baum des Jahres“ gekürt.

Je nach Region sind Bezeichnungen wie Weihrauchbaum, Räucherstrauch, Feuerbaum, Kranewitter, Weckholder und Weitere gebräuchlich.

Neben dem Gemeinen Wacholder, der in unseren Wäldern heimisch ist, gibt es viele amerikanische und asiatische Arten, die diverse Wuchsformen und Farben aufweisen.

Der Gemeine Wacholder wächst aufrecht bis kriechend und kann Wuchshöhen von bis zu achtzehn Metern erreichen. Manche Exemplare werden zudem auch mehrere Hundert Jahre alt. Der Gemeine Wacholder steht unter Naturschutz.

Wacholder
Wacholder eignet sich, je nach Sorte, als Hecke, Baum oder Bodendecker.

Er gehört zu den immergrünen Nadelbäumen, jedoch nicht zu den Koniferen, da er anstatt Zapfen Früchte (Wacholderbeeren) ausbildet, die jedoch lediglich vom Gemeinen Wacholder genießbar und ungiftig sind.

Die Borke des Wacholders ist grau bis rotbraun gefärbt, die Krone bildet sich meist kegelförmig bis oval aus. Es gibt auch buschig wachsende, flachwachsende und straff säulenförmig wachsende Arten.

Die Farben der Nadeln variieren je nach Sorte von Grau-blau über Gelb bis hin zu grünen oder grau-grünen Nadeln.

Pflanzung und Standort

Eine Pflanzung des Wacholders empfiehlt sich im April. Alle Arten gedeihen am besten an sonnigen Standorten und benötigen keinen besonderen Boden. Sie eignen sich gleichermaßen für Heidebeete neben Erika, Stechpalmen und Mahonien oder auch für Steingärten mit hohem Kalkgehalt.

Zur Pflanzung sollte die ausgehobene Erde mit feuchtem Torf vermischt werden, damit die Pflanze einen guten Start zum Anwachsen erhält. Er sollte keinen Stallmist oder Kompost erhalten.

Der Abstand richtet sich nach der Verwendung und der Art. Soll eine immergrüne Sichtschutzhecke entstehen, sind zwei Pflanzen pro Meter ausreichend, wobei Wacholder zu den langsam wachsenden Gehölzen zählt. Werden kriechende Wacholder gesetzt, können geringere Abstände dazu führen, dass der Boden recht schnell bedeckt ist.

Pflege und Düngung

Der Wacholder benötigt fast keine Pflege oder Düngung. Er verträgt auch längere Trockenperioden, jedoch keine Staunässe und muss nicht zusätzlich gedüngt werden.

Schnitt und Vermehrung

Der Wacholder ist gut schnittverträglich. So lässt er sich auch als Skulptur oder Bonsai gut in Form bringen. Auch ausgefranste, alte Exemplare vertragen Schnitte bis ins alte Holz recht gut.

Ein Schnitt ist vom Frühjahr bis Mitte September möglich. Dazwischen sollte das Schneiden möglichst unterbleiben, damit Frost und Nässe keine Krankheiten begünstigen.

Zur Vermehrung schneidet man ein verholztes Stück im Spätfrühling ab, befreit es von allen Nadeln, steckt es in lockeres, sandiges Substrat, deckt es mit einer Folie ab und gießt es mäßig. Meist sind die Stecklinge im Spätsommer bereits angewurzelt und können im Herbst ausgepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Der einheimische Wacholder leidet zuweilen unter dem Birnengitterrost, der ihn als Zwischenwirt nutzt. Diesen erkennt man an den Verfärbungen der Nadeln sowie am vermehrten Nadelfall. Hier hilft nur die Behandlung mit speziellen chemischen Mitteln aus dem Fachhandel.

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