Feldahorn

Der Feldahorn (Acer campestre), auch Maßholder, gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse und kommt vielfach als sommergrüner Strauch in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Gärten und Parks sowie in Industriegebieten vor. Er ist sehr anspruchslos und findet daher auch oftmals eine Verwendung als pflegeleichte Hecke.

Feldahorn
Der Feldahorn sieht nicht nur als Hecke gut aus, sondern auch als imposanter Baum.

Die Bezeichnung Maßholder lässt sich zurückführen auf den ähnlichen Wuchs des Holunders sowie die frühere Verwendung als Speisebaum.

Der Feldahorn kann bis zu zweihundert Jahre alt werden. Seine Blätter sind typisch drei- oder fünflappig, die gelbgrünen Blüten stehen in Rispen und sind eher unscheinbar. Allerdings locken sie viele Insekten an. Zudem bieten Ahornhecken und -Bäume ideale Brutplätze für Vögel.

Er bildet später Spaltfrüchte aus, die bekannten „Nasen“, die für eine reichhaltige Vermehrung sorgen.

Im Herbst zeigt der Feldahorn sein Blätterkleid in typischem Gelb, bevor es abfällt.

Wird der Feldahorn nicht als Hecke geschnitten wird er zu einem schönen Baum heranwachsen, der im Herbst mit einem besonders schönen Farbenspiel den Betrachter in den Bann zieht.

Standort

Der Feldahorn bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen, wenngleich er nahezu auf allen Böden wächst.

In Einzelstellung gepflanzt, insbesondere in Vorgärten, kann er nach vielen Jahren eine beachtliche Wuchshöhe erreichen. Als Hecke im Hintergrund zu Sommerblumen in kräftigen Farben, wie Cosmea, farbenfrohen Löwenmäulchen, Bartnelken oder Bechermalven, ist er sehr empfehlenswert.

Pflege und Düngung

Der Feldahorn benötigt fast keine Pflege oder Düngung, da er nahezu an allen Standorten wie von allein wächst.

Lediglich im Herbst ist ein starker Laubfall zu verzeichnen, der das Harken erfordert. Auch das Mulchen im Frühjahr empfiehlt sich zur Vorbeugung gegen zu starkes Austrocknen.

Schnitt und Vermehrung

Meist ist ein Schnitt im Jahr nicht ausreichend, da der Feldahorn an günstigen Standorten sehr stark wächst. Daher sollte er im Frühjahr und im Herbst zurückgeschnitten werden.

Für eine Vermehrung sorgt der Feldahorn meist selbst, da die abgefallenen Spaltfrüchte sehr oft keimen und bewurzeln und sich somit sehr stark ausbreiten können. Kleine Keimlinge sollten recht zügig umgesetzt werden, da sie sich unterirdisch stark verzweigen und mit zunehmendem Alter nur noch sehr kraftaufwändig entfernt werden können.

Krankheiten und Schädlinge

Zuweilen leidet der Feldahorn unter Gallmilben, die das Laub stark schädigen können. Diese sollten abgesammelt werden.

Manchmal wird er auch von Mehltau befallen, der die Blätter mit einem grauen Schleier überzieht. Bei einem Befall sollte mit Fungizid gespritzt werden. Reicht dies nicht aus, sollten befallene Pflanzen entfernt und vernichtet sowie über einen Standortwechsel nachgedacht werden.

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