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Feldsalat – Anbau und Pflege des winterharten Salats

Feldsalat (Valerianella) ist ein besonders beliebtes Blattgemüse und Baldriangewächs, das je nach Region auch unter den Bezeichnungen „Ackersalat„, „Vogelsalat„, „Mäuseöhrchensalat“ oder auch „Rapunzelsalat“ bekannt ist. Insgesamt steht Feldsalat in rund 80 verschiedenen Sorten zur Verfügung, wobei sich dabei vor allem der Gewöhnliche Feldsalat (Valerianella locusta) durchgesetzt hat.

Der Blattsalat wird seit dem 20. Jahrhundert als Kulturpflanze angebaut, und findet sich in ganz Eurasien wieder. Neben dem Freiland-Anbau wird Feldsalat auch in Gewächshäusern oder Plastiktunneln kultiviert. Früher wurde er hingegen als Wildpflanze auf Wiesen und Feldern geerntet.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Feldsalat

Feldsalat ist schmackhaft und unter vielen Namen bekannt

Der Feldsalat gilt weitläufig als anspruchslos. Ihm reicht ein eher mäßig nährstoffreicher und trockener Boden aus, bevorzugt jedoch einen sonnigen Standort. Häufig wird die Salatsorte als Nachkultur im Gemüsebeet herangezogen, wie auch im Frühbeet oder Balkonkasten kultiviert. Besonders gut gedeiht Feldsalat auf kalkhaltigem und sandigem Lehmboden.

Es handelt sich bei Feldsalat um ein einjähriges Gewächs, welches als winterharte Pflanze auch Temperaturen von bis zu minus 15 Grad unbeschadet übersteht. In der Regel wird der Feldsalat im Spätsommer (Mitte August bis Mitte September) ausgesät, es ist jedoch auch eine Aussaat im Herbst oder Winter möglich. Je später die Aussaat erfolgt, umso langsamer gestaltet sich jedoch das Wachstum der Pflanzen, das meist gute 12 Wochen beansprucht.
Im April kann dann eine erneute Aussaat des Feldsalats erfolgen.

Die Saat wird in Reihen oder breiten Rillen gestreut. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Samenkörner nicht tiefer als 1 bis 2 cm unter die Erde kommen, und in etwa einen Abstand von 10 cm zueinander einhalten. Die Samen werden mit ein wenig Erde überdeckt, und leicht in den Boden gedrückt.

Pflege und Düngung

Nach der Aussaat ist eine regelmäßige Feuchtigkeitszufuhr notwendig, bis die Pflanzen keimen. Bei einer besonders dichten Aussaat müssen die Pflanzen dann später vereinzelt werden. Als verhältnismäßig anspruchslose Pflanze muss Feldsalat nicht gesondert gedüngt werden. Wird sie als Nachkultur im Gemüsebeet eingesetzt, so bieten die restlichen Nährstoffe der vorausgegangenen Kulturen eine gute Grundlage.

Die Pflege beschränkt sich während der Anbauphase auf Unkrautjäten und mäßiges Gießen. Nach Belieben kann das Beet mit Kompost aufbereitet werden. Beginnt der Feldsalat zu blühen, so sollte er untergraben werden.

In Wintern mit besonders eisigen Temperaturen ist es sinnvoll, den Feldsalat mit einem Vlies oder Fichtenreisig abzudecken, um ihn vor der Kälte zu schützen. So kann der Salat übrigens auch unter dem Schnee geerntet werden.

Ernte und Vermehrung

Feldsalat wird etwa 10 bis 12 Wochen nach der Aussaat geerntet. Die Haupterntezeit liegt zwischen Oktober und Mai, wobei die Ernte in diesem Zeitraum mehrfach durchgeführt werden kann. Die Ernte erfolgt, indem die Blätter mit einer Schere abgeschnitten werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass nicht zu niedrig angesetzt wird, um das Nachwachsen des Feldsalates zu schützen.

Krankheiten und Schädlinge

Die am häufigsten auftretenden Schädlinge bei Feldsalat sind Blattläuse (Aphidoidea), die sich entsprechend mit Pflanzenschutzmittel beseitigen lassen. Auch Mehltau kann hin und wieder auftreten – dieser lässt sich am besten mit der Auswahl resistenter Sorten von Vorneherein verhindern.

Darüber hinaus ist Feldsalat sehr salzempfindlich. Ist der Salzgehalt im Boden zu hoch, so kommt es zu lederartigen Blättern. Der überhöhte Salzgehalt kommt insbesondere durch eine starke Mineraldüngung zustande, die insoweit vermieden werden bzw. entsprechend angepasst werden sollte.