Korkenzieherweide (Salix matsudana)

Korkenzieherweide
Mit einer Wuchshöhe von bis zu zehn Metern zählt die Korkenzieherweide eher zu den kleinen Bäumen.

Die Korkenzieherweide (Salix matsudana), auch Zickzackweide genannt, ist eine heimische Art innerhalb der Familie der Weidengewächse. Besonders beliebt unter den etwa vierhundertfünfzig Weidenarten ist die Korkenzieherweide deshalb, weil sie gedrehte Zweige aufweist, die selbst im Winter ohne Laub dekorative Akzente setzen.

Korkenzieherweide Salix matsudana
Korkenzieherweide (Salix matsudana) beeindruckt aufgrund ihrer interessanten Wuchsform.

Die Korkenzieherweide erreicht Wuchshöhen zwischen vier und zehn Metern. Als Flachwurzler kann sie manchen Gärtner in arge Bedrängnis bringen, da sie jährlich stark wächst und ihre Wurzeln recht schnell den Garten regelrecht umpflügen können. Es ist deshalb ein geeigneter Platz mit Bedacht auszuwählen, um diesem Gewächs Herr zu werden und andere Pflanzen nicht zu verdrängen.

Das charakteristische Merkmal der Korkenzieherweide sind ihre typisch gedrehten Zweige sowie ihr hellgrünes bis gelbes Laub. Die Blätter sind lang, schmal und lanzettförmig und fallen im Herbst ab. Die biegsamen, zum Teil rötlichen Zweige sind insbesondere bei Bastlern sehr beliebt. Zudem eignen sich die Zweige hervorragend als Vasenschmuck auch ohne Laub.

Im März und April zeigt sie unscheinbare Blüten, aus denen sich zwischen Mai und Juni wollige Fruchtkätzchen entwickeln.

Pflanzung und Standort

Obwohl die Korkenzieherweide ohne Schnitt eine stattliche Höhe erreichen kann, gilt sie unter Gärtnern als Kleinbaum. Sie stellt an ihren Standort nur wenige Bedingungen, sodass sie nahezu auf allen Böden, jedoch ohne Staunässe, wächst.

Korkenzieherweide
Mit einer Wuchshöhe von bis zu zehn Metern zählt die Korkenzieherweide eher zu den kleinen Bäumen.

Sonnige bis halbschattige Standorte lassen die Weide sehr stark wachsen, wobei schattige Lagen den Wuchs deutlich zügeln.

Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst. Je nach Standort sollten zu anderen Pflanzen sehr große Abstände eingehalten werden, da sich die Wurzeln flach unter der Erdoberfläche recht weit ausbreiten. Geeignet ist also ein Standort, an dem die Weide weitgehend allein steht.

Eine Pflanzung im Kübel ist auch möglich. Dazu sollten Scherben oder Steine auf dem Boden des Gefäßes platziert werden, um einen ausreichenden Wasserabfluss zu gewährleisten.

Pflege und Düngung

Die Korkenzieherweide sollte regelmäßig feucht gehalten werden. Sie darf jedoch niemals unter Wasser stehen, da sich sonst sehr schnell Pilze einnisten könnten.

Eine Düngung sollte unterbleiben, da sie den ohnehin schon starken Wuchs weiter fördern würde.

Im Herbst empfiehlt sich ein leichter Winterschutz aus Laub und Rasenschnitt. Einerseits gibt dies der Pflanze Nährstoffe, andererseits schützt es vor dem Austrocknen in den Wintermonaten.

Zu groß gewordene Pflanzen in Kübeln, bei denen die Wurzeln bereits an der Erdoberfläche zu sehen sind, sollten im Sommer umgetopft werden. Das neue Pflanzgefäß sollte einen mindestens zehn Zentimeter größeren Durchmesser aufweisen.

Schnitt und Vermehrung

Bei einem Schnitt gibt es nichts zu beachten. Es sollte jedoch jährlich ausgelichtet werden, da alte Zweige häufig brüchig werden. Zudem zeigen sich junge Zweige oftmals in sehr dekorativem roten Farbton.

Das Auslichten kann nach dem Laubfall vorgenommen werden.
Beim Auslichten empfiehlt es sich, nach einigen Schnitten jeweils vom Gehölz zurückzutreten, um die gewünschte, natürliche Wuchsform anzusehen und beibehalten zu können.

Ist die Weide zu groß geworden und teilweise verkahlt, verträgt sie auch einen starken Rückschnitt und treibt später wieder erneut aus.

Die Vermehrung der Korkenzieherweise gestaltet sich sehr einfach. Hierfür können im Winter an frostfreien Tagen lange Zweige geschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Vase gesteckt werden. Nach einigen Wochen haben sich viele Wurzeln gebildet, sodass die Pflanzen in Kübel oder ins Freiland gesetzt werden können.

Auch Stecklinge, die im Winter geschnitten und in Töpfe mit Erde gesteckt werden, versprechen gute Ergebnisse. Die bewurzelten Pflanzen können im späten Frühjahr an einen geeigneten Platz gesetzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Korkenzieherweide kann manchmal vom Weidenschorf oder vom Weidenbohrer befallen werden.

Der Weidenschorf ist eine Pilzkrankheit, die sich darin äußert, dass Triebe und Laub braun werden und welken. Zusätzlich können sich krebsartige Geschwüre an der Borke zeigen. Ist die Pflanze davon befallen, müssen betroffene Teile großzügig entfernt werden. Dies erfordert jedoch einige Geduld. Wird man der Lage nicht Herr, empfiehlt sich die Entsorgung der Pflanze.

Der Weidenbohrer ist ein Insekt, dessen Larven die Weide kahl fressen können und sie damit zum Absterben bringen. Deshalb sollten die Larven möglichst vollständig entfernt werden. Ist das nicht möglich, sollte die Pflanze entsorgt werden, um weitere Pflanzen vor einem Befall zu schützen.