Nützlinge im Garten fördern

Oftmals werden alle Insekten und andere Tiere im Garten viel vorschnell als Schädlinge abgestempelt. Doch gibt es eine ganze Reihe von nützlichen Tieren im Garten. Um diese, oft verkannten, Nützlinge soll es in diesem Bereich im Gartenratgeber gehen. Warum sind die betrachteten Tiere nützlich? Was genau tun sie und wie kann man ihre Ansiedlung fördern?

Um Nützlingen einen passenden Lebensraum im Garten zu bieten, müssen Gärtner das tun, was sie doch eher selten tun: Einfach mal den Garten sich selbst überlassen. Natürlich nicht den ganzen Garten, aber vielleicht eine spezielle Ecke, in der sich Gräser, Wildblumen und Wildkräuter ausbreiten dürfen? Dort können Wildbienen, Ohrwürmer und Schlupfwespen das ganze Jahr über Nahrung finden. Oder vielleicht ein Laubhaufen, in dem sich ein Igel ansiedelt?

Nachfolgend eine Liste mit 7 Tipps, wie sie die Tiervielfalt im Garten erhöhen und Nützlinge anlocken

  1. Holzstoß
    Wenn Sie einen kleinen Holzstoß aus Erdstämmen und Stümpfen aufschichten, stellen Sie einen Schutz für eine Vielzahl von Tieren wie Frösche, Insekten und kleine Säugetiere zur Verfügung. Der Stapel von Holz und Steinen kann auf natürliche Weise schön sein und hilft dabei, ein Ökosystem im eigenen Garten aufzubauen.
  2. Nistkästen
    Wählen Sie aus einem der vielen Nistkästen für Vögel und Insekten.
  3. Wasser
    Ein Teich mit einem seitlichen flachen Zugang wird von vielen Vögeln, Igeln und Fröschen geschätzt. Stellen Sie sicher, dass der Teich einfach zu erreichen ist. Halten Sie den Teich im Sommer gefüllt; dieses kann während trockener Zeiten sehr wichtig sein, da viele andere Wasserquellen austrocknen können.
  4. Sorgen Sie für ein unberührtes Gebiet
    Ein unberührtes, wildes Gebiet muss nicht hässlich sein. Das Problem ist, dass wir Gärten häufig mit perfekt gepflegten Rasen und Beetpflanzen verbinden, aber eigentlich liegt die größte Schönheit dann vor, wenn das Gras lang und wilde Blumen wachsen dürfen. Solche Bereiche werden von Tieren besonders geschätzt.
  5. Vergiften Sie keine Besucher
    Um Schnecken abzuschrecken, versuchen Sie Bierfallen zum Schutz gefährdeter Pflanzen zu benutzen.Wenn Sie Schneckenkorn verwenden, riskieren Sie die Vergiftung von Vögeln und Fröschen. Wenn Sie dennoch Schneckenkorn zurückgreifen, setzen Sie es nur da ein, wo es wirklich gebraucht wird. Z.B. direkt neben dem Gemüsebeet.
  6. Seien Sie nicht zu sauber
    Tiere mögen den Schutz von Laub. Deshalb fühlen Sie sich nicht verpflichtet, alles aufzuräumen. Lassen Sie einigen Teilen des Gartens ihre Natürlichkeit.
  7. Bäume und Hecken
    Frei lebende Tiere, besonders Vögel, suchen nach Schutz. Wenn Sie Ihnen dabei helfen möchten, stellen Sie sicher, dass Vögel und andere Tiere sich sicher fühlen. Die beste Art, dies zu tun, ist das Anpflanzen von Bäumen und Hecken. Wählen Sie heimischePflanzen. Nadelbäume unterstützen im Allgemeinen viel weniger wild lebende Tiere.
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