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Rasenmähroboter Worx Landroid WR105SI Erfahrungen

Da ich regelmäßig Testberichte auf TestFazit.de veröffentliche, ist es bei mir eine Angewohnheit, dass ich Produkte auf ihre Alltagstauglichkeit überprüfe. So konnte ich es auch nicht lassen meine Erfahrungen mit meinem neuen Rasenmähroboter und dessen Installation hier im Gartenratgeber zu veröffentlichen.

Die Marke Worx ist vielen Konsumenten noch kein gängiger Begriff. Die aus China stammende Marke ist ein Hersteller von Werkzeugen und Gartengeräten, der allerdings immer bekannter wird. In vielen Baumärkten finden sich Worx-Geräte, die im niedrigen bis mittleren Preissegment angesiedelt sind.

So ist es auch kein Wunder, dass der Worx WR105SI im Verhältnis zu anderen Rasenmährobotern sehr günstig zu erwerben ist. Das von mir getestete Modell konnte ich für 679 Euro online kaufen.

Hinweis: Dieser Bericht basiert auf meinen Erfahrungen mit dem Worx Landroid WR105SI. Wer sich genauer über Rasenroboter, der Marke Worx informiert, wird schnell merken, dass es noch andere Mähroboter mit ähnlichen Bezeichnungen gibt (WR101SI, WR102SI, WR103SI, WR104SI, WR106SI, WR110SI). Diese Geräte unterscheiden sich häufig nur marginal, teilweise in der Farbe oder wie beim WR110SI durch einen größeren Akku. Meine Ausführungen können zu sehr großen Teilen sicherlich auch auf die Modelle WR101SI, WR102SI, WR103SI, WR104SI und WR106SI übertragen werden. Auch beim WR110SI dürfte es viele Überschneidungen mit meinen Ausführungen geben.

Ausstattung und Lieferumfang

Trotz des günstigen Preises, liest sich die Ausstattungs- und Funktionsliste des Word WR105SI beeindruckend. Persönlich waren mir folgende Funktionen wichtig:

Wichtige Funktionen

  • Steuerung und Programmierung über eine App (iOS oder Android)
  • Schnitt der Rasenkanten
  • Steigungen bis 35%
  • Meistern enger Passagen

Lieferumfang

  • der eigentliche Mähroboter
  • 1 Li-Ionen Akku
  • Ladestation
  • 130 Meter Begrenzungsdraht auf einer Spule
  • 180 Hering aus Kunststoff
  • 9 Messer mit den passenden Schrauben
  • ein einfacher Inbusschlüssel
  • 2 Abstandsschablonen

Installation des Rasenmähroboters

Die Installation einen Rasenmähroboter ist zeitaufwendig, aber im Grunde sehr einfach. Da der Worx schon der zweite Rasenmähroboter war, den ich installierte, habe ich die komplette Installation alleine getätigt. Für meinen Garten hat das gute drei Stunden gedauert.

Danach waren die mitgelieferten 180 Kunststoffhering und 128 Meter Begrenzungsdraht in meinem Garten verlegt.

Wichtig ist eigentlich nur, dass man sich vor dem Verlegen ein paar Gedanken um die Kabelführung und die Position der Ladestation macht.

Da der Worx, im Gegensatz zu anderen Mährobotern, seitlich in die Ladestation fährt, ist man in der Positionswahl nicht 100%ig frei. Ich habe mich für die Position unter der Rutsche des Spielgerüsts meiner Kinder entschieden. Da ist der Worx in der Parkposition vor Sonne und zu viel Regen geschützt.

Vor Mauern oder anderen nicht überfahrbaren Hindernissen habe ich mit dem Begrenzungsdraht einen Abstand von 26cm gehalten, so wird es in der Anleitung beschrieben. Mit 26 cm verhindert man, dass der Mähroboter mit dem Hindernis kollidiert. Dafür bleibt dann natürlich ein kleiner Streifen Rasen stehen, den ich mit meinem Rasentrimmer manuell entfernen muss. Das ist nun bei mir an einer Gartenmauer und am Spielgerüst der Kinder der Fall.

An Hecken oder an überfahrbaren Rasenkanten habe ich mich für einen Abstand von 20 cm entschieden. Hier wird der Rasen dann bis zum Rand komplett abgemäht. Hier kommt der Vorteil der rechts positionierten Messer zu tragen.

Trotz, dass der Worx bereits der zweite Rasenmähroboter war, den ich installiert habe, war die erste Verlegung des Begrenzungsdrahts nicht perfekt. An vielen Stellen musste ich später nachbessern. Entweder war der Rasenstreifen, der nicht gemäht wurde zu breit oder der Roboter ist an einer Hecke oder ähnliches zu oft hängen geblieben.

Wenn man versucht den stehenbleibenden Rasenstreifen zu minimieren, muss man damit leben, dass man den Draht häufiger wieder anpasst. So habe ich in den ersten zwei Wochen immer wieder an der Drahtführung gearbeitet und Verbesserungen vorgenommen. Meine Frau hat mich schon ausgelacht, dass ich mich mit dem Roboter mehr mit dem Rasen beschäftige als ohne. Nach einigen Wochen im Betrieb, passe ich aber nur noch gelegentlich den Begrenzungsdraht an einigen Stellen an.

Erste Inbetriebnahme

Nachdem der Draht verlegt wurde, erfolgt die Installation des Mähers im Wlan. Dazu musste ich die Firmware des Mäher aktualisieren. Dies wird mit einem USB-Stick durchgeführt. Hier muss man sich genau an die Anleitung halten, dann ist das Firmware-Update problemlos zu meistern.

Danach kann der Mäher mit dem Wlan verbunden werden. Obwohl ich mich genau an die Anleitung gehalten habe, musste ich den Vorgang der Anmeldung drei Mal wiederholen, bis sich der Worx WR105SI erfolgreich ins Wlan einbuchte und mit dem Smartphone verband. Aber der Fehler lag auf meiner Seite: Meine Friz.Box verhinderte die Kommunikationsversuche des Mähers nach außen. So kann es natürlich nicht klappen.

Nach einigen Flüchen habe ich es aber geschafft. Hilfreich ist an dieser Stelle wirklich der genaue Blick in die Bedienungsanleitung und in diesen Beitrag des Roboter-Forums. Dort gibt es unzählige Hilfestellungen zur Erstinstallation des Worx Landroid Rasenmähroboters. Der verlinkte Beitrag und das darin gesammelte Wissen, sind Gold wert und verhindern ein paar graue Haare.

Wenn der Mäher im Wlan angemeldet ist und mit dem Smartphone verbunden ist, soll er voll geladen dann die erste Rundfahrt auf dem Begrenzungsdraht fahren. Dies ist die Kontrolle, ob der Draht richtig verlegt wurde und der Mäher überall durch passt. Bei mir gab es dann bereits die ersten Anpassungen am Draht.

Von der Lautstärke her ist, der Worx lauter als der Gardena smart Silenio. Aber er ist immer noch so leise, dass sich selbst Sonntags kein Nachbar beschwert hat, da er in ein paar Metern Entfernung kaum zu hören ist.

Software und Steuerung

Der Worx Landroid WR105SI wird primär über eine App gesteuert. Der Rasenmäher hat nur vier Bedientasten, mit denen grundlegende Funktionen, wie Start, Stop und Heimfahrt gesteuert werden können. Alles darüberhinaus gehende wird über die APP gesteuert.

Ganz im Ernst, der aktuelle Stand der App ist sehr gewöhnungsbedürftig. Desgintechnisch ist sie kein Wunderwerk und in der Handhabung oder im Informationsgehalt ist sie noch deutlich optimierbar.

Ein Beispiel: Was sagt dieser Runde Kreis mit der Prozentzahl aus? Man würde meinen, dass es sich dabei um den Akkustand handelt. Doch weit gefehlt: ist ist der prozentuale Anteil der bereits verrichteten geplanten Arbeitszeit.

Aber wenn man sich ein wenig informiert und durch die App durcharbeitet, kommt man mit dieser dennoch klar. So lassen sich dann auch die Mähzeiten auf die Wochentage minutengenau programmieren. Auch der Kantenschnitt kann, mit einem druck auf einen Wochentag (ist dann orange unterlegt), eingeplant werden.

Sehr interessant finde ich die Anzeige der Arbeitszeit und der gefahrenen Entfernung.

Ein wichtiger Hinweis, soll an dieser Stelle aber nicht fehlen: Die App wird aktuell noch weiterentwickelt und verbessert. So haben sich bisher schon einige Dinge verbessert und wurden optimiert, die vorher Fehlerhaft umgesetzt waren.

Erfahrung im Betrieb

Hinweis: Wie bei einigen anderen auch, lief der kleine orange Worx bei mir anfangs nicht 100%ig rund. Das erklärt z.B. auch warum der Worx WR105SI teilweise so schlechte Bewertungen bekommt oder höchstens nur mittelmäßig in Tests abschneidet. Durch Firmware-Updates wurde so manches Verhalten aber verbessert und Fehler ausgebügelt. Diese Teile habe ich, der Übersicht halber, aus dem Text entfernt.

Wie fast alle Rasenmähroboter, fährt auch der Word Landroid den Rasen nach dem Zufallsprinzip ab. Ich nenne es lieber das Chaos-Prinzip. Trotzdem schafft es der kleine Mäher, den kompletten Rasen schön kurz und sauber gemäht zu halten. Auf nachfolgendem Bild erkennt man die Fahrspuren und das Chaos-Prinzip ganz gut:

Trotz Chaos, wird der komplette Rasen gemäht

Interessanterweise verhält sich der Worx Landroid WR105SI anders als ich mir das vorgstellt habe. An Stellen, an denen ich Probleme vorausgesagt hatte, fährt er problemlos.

Dazu gehören z.B. starke Steigungen im Rasen. Diese meistert er stetig und mit Geduld. Er fährt langsam auch stärkere Steigungen nach oben.

Auch Engpässe, die bei mir zwei größere Rasenflächen verbinden, sind für den Worx kein Problem. Selbst wenn nur 50 cm zwischen den beiden Begrenzungsdrähten liegt, schafft der Worx die Passage.

Aber es gibt auch Stellen, die ich als einfach bezeichnen würde, an denen er starke Probleme hat. Unser Grundstück liegt am Hang, so dass der Rasen natürlich auch Hanglage hat. Alles kein Problem, bis auf eine Stelle: Hier liegt der Begrenzungsdraht genau quer zum Gefälle. Also der Draht geht nicht mit dem Gefälle hoch oder runter, sondern liegt 90° versetzt zum Gefälleverlauf.

Hier kann es passieren, dass der Mähroboter über den Begrenzungsdraht rutscht/fährt und dann außerhalb des Mähbereiches liegen bleibt. Auch mit neueren Firmware-Versionen hat sich dieser Fehler nicht verbessert. Daher habe ich die Stelle durch eine Rasenkante entschärft und nun fährt der Mähroboter nicht mehr über den Draht.

Das ist auch ein Tipp, den ich jedem Roboter-Besitzer ans Herz legen kann: Wenn der kleine Helfer an einigen Stellen sichtbare Probleme hat, hilft es die Stelle zu optimieren. Bei mir lag es dann meist an zu eng geschnittenen Kurven und besagtem ungünstigen Gefälle. Hier sollte dann ein genauerer Blick in die Anleitung erfolgen, denn diese geht auch auf problematische Stellen ein.

Fazit

Die meisten Leite fragen mich, ob ich zufrieden bin mit meinem Rasenmähroboter. Meine Antwort ist immer: Ja. Vor allem mit den letzten Updates der Firmware und App, ist das Fahrverhalten deutlich besser geworden. Aber ich verschweige auch nicht, den holprigen Start, den ich mit dem Mäher hatte. Jetzt läuft er bereits seit Wochen ohne Probleme und Aussetzer. Mein Rasen entwickelt sich immer besser und wächst in der Zwischenzeit schön dicht. Für einen Preis von 679 Euro habe ich eine echte Hilfe bekommen, die Anfangsschwierigkeiten sind da schon wieder vergessen. Aktuell genieße ich es nur, unserem „Shaun“ bei der Arbeit zuzuschauen.

Ausblick

Diesen Beitrag werde ich zukünftig aktuell halten. Wenn also Fehler durch eine neue Firmware beseitigt werden, dann werde ich das hier hinschreiben. Aber auch von negativen Erfahrungen werde ich berichten.

  • 13.05.2017 – erste Version des Testberichts geht online
  • 28.05.2017 – Ergänzungen zu Erfahrungen im Betrieb
  • 11.06.2017 – Einige Fehler macht er mit der neuen Firmware nicht mehr, diese Teile wurden gelöscht
  • 30.06.2017 – ein paar zusätzliche Bilder hinzugefügt
  • 10.08.2017 – Bild des zufälligen Mähmusters hinzugefügt

Galerie

Im Beitrag sind nicht alle Bilder eingebaut. Hier die komplette Liste: