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Weiße und rote Johannisbeere

Die weiße und rote Johannisbeere gehört zu den Stachelbeergewächsen, die gerne im Hausgarten angebaut werden. Beide Beerenarten enthalten viel Vitamin C, wobei meist nur die roten Johannisbeeren frisch gegessen werden. Geeignet sind beide Arten für die Verarbeitung zu Saft, Konfitüren, Kompott und Dessertwein.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

rote Johannisbeeren

rote Johannisbeeren

Allgemein benötigen Johannisbeeren einen humosen, nährstoffreichen Boden. Das gilt auch für die weiße und rote Johannisbeere. Der Boden sollte immer feucht gehalten werden, gut geeignet sind sandige Lehmböden. Tiefgründig muss der Boden nicht sein, da die Johannisbeere ein Flachwurzler ist. Sowohl die weiße als auch die rote Johannisbeere bevorzugen einen sonnigen und windgeschützten Platz.

Beim Pflanzen werden die Triebe auf drei bis fünf Knospen zurückgeschnitten. Hierbei ist darauf zu achten, dass immer über einer nach außen gerichteten Knospe zurückgeschnitten wird. Handelt es sich um Containerware, müssen lediglich die überzähligen Triebe entfernt werden. Als Pflanztermin für Johannisbeeren hat sich die Zeit nach dem Laubfall im Herbst bewährt. Das heißt konkret, die Monate September und Oktober.

Johannisbeeren sind selbstfruchtbar. Jedoch empfiehlt es sich mindestens zwei verschiedene Sorten anzupflanzen, um ausreichende Fruchtbarkeit und einen hohen Ertrag zu erhalten. Rote, weiße und schwarze Johannisbeeren eignen sich daher gut als Nachbarn. Auch die Brombeere ist ein guter Pflanznachbar.

Pflege und Düngung

Da sich die Wurzeln der Johannisbeeren in den obersten Bodenschichten befinden, sollte unter den Sträuchern keinesfalls der Boden umgegraben werden. Ein flaches Auflockern des Bodens genügt vollkommen. Um auf die Bodenbearbeitung ganz zu verzichten, kann eine Mulchschicht unter den Sträuchern aufgebracht werden.

weiße Johannisbeeren

weiße Johannisbeeren

Rote und weiße Johannisbeeren brauchen einen anderen Schnitt als die schwarzen Johannisbeeren. Dünne und schwache Bodentriebe werden laufend entfernt, ebenso die überzähligen. Ab dem vierten oder fünften Standjahr der Johannisbeere werden zwei bis drei der älteren Gerüsttriebe am Boden und oberhalb der Stammaustriebe entfernt.

Bei Johannisbeer-Stämmchen werden die überzähligen und schwachen Triebe weggeschnitten. Die Krone sollte jährlich ausgelichtet werden.

Johannisbeerpflanzen sind für laufende Humusgaben äußerst dankbar. Wenn allerdings gemulcht wird, kann auf eine zusätzliche Humusgabe verzichtet werden. Gedüngt werden sollte im März, April, eventuell nochmals Anfang Mai.

Ernte und Vermehrung

Zu verdanken hat die Johannisbeere ihren Namen dem Johannistag oder Johanni, dem Geburtstag Johannes des Täufers. Etwa um dieses Datum herum, also dem 24. Juni, kann mit der ersten Ernte gerechnet werden. Je nachdem, um welche Sorte es sich handelt, kann mit der Ernte auch bereits Mitte Juni begonnen werden. Spätere Sorten werden im Juli geerntet.

Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge.

Krankheiten und Schädlinge

Rote und weiße Johannisbeeren können von der Blattfallkrankheit betroffen werden. Vor allem nach einem längeren feuchten Frühjahr und Sommer zeigen sich auf den Blättern der Johannisbeere dann die typischen punktartigen braunen Blattflecken. Oftmals rollen sich die Blattränder nach oben und fallen im weiteren Verlauf einfach ab. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, im Herbst das Falllaub unter den Sträuchern zu entfernen.

Der amerikanische Stachelbeermehltau kommt außer an der Stachelbeere auch an der Johannisbeere vor und kann hier empfindliche Ertragsausfälle verursachen. Zu erkennen ist die Krankheit an den Blättern und Früchten, auf denen sich ein dichter, filzartiger Überzug bildet. Als Gegenmaßname ist auf einen regelmäßigen Rückschnitt der Triebspitzen und den empfohlenen Auslichtungsschnitt zu achten.

Gefürchtet ist bei der Johannisbeere die Johannisbeergallmilbe. Sie verursacht vorwiegend Schäden an der schwarzen Johannisbeere, kommt aber auch bei der weißen und roten Johannisbeere vor. Die Die Gallmilben dringen in die Knospen ein, die dann im nächsten Frühjahr nicht richtig austreiben können und dementsprechend den Ertrag mindern.