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Sumpf-Vergissmeinnicht

Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides, häufig auch Myosotis palustris) gehört zur Familie der Raublattgewächse und ist in ganz Europa sowie in Westasien weit verbreitet. Eine erste urkundliche Erwähnung fand die Pflanze bereits im Jahr 1542, allerdings unter der Bezeichnung „Vergiss mein nit“. Diese sowie die Bezeichnungen Blauer Augentrost, Kleine Hundszung, Museohr und Katzenäuglein gelten als Synonyme.

Sumpf-Vergissmeinnicht Myosotis palustris

Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) benötigt feuchtere Standorte als das Gemeine Vergissmeinnicht.

Der Unterschiede zum Gemeinen Vergissmeinnicht besteht in den Standortansprüchen der Gewächse. Das Sumpf-Vergissmeinnicht gedeiht nur an feuchten Plätzen, während das Gemeine Vergissmeinnicht in normaler Gartenerde wächst und weniger Feuchtigkeit benötigt.

Das Sumpf-Vergissmeinnicht wächst in feuchten bis nassen Gebieten, an Uferzonen, im Sumpf, zwischen Röhricht sowie auf feuchten Wiesen. Es ist eine ausdauernde, krautige, winterharte Pflanze, die auch an Teichen und Bachläufen in jedem Jahr erneut wächst.

Es erreicht Wuchshöhen zwischen fünfzehn und achtzig Zentimetern. Zwischen Mai und September bildet es die kleinen kobaltblauen bis rosafarbenen, fünfzähligen, kurz gestielten Blüten aus, die bis zu einem Zentimeter Durchmesser erreichen können. Sie stehen als Stieltellerblütentyp beieinander.

Sumpf-Vergissmeinnicht Myosotis scorpioides

Blüte im Detail des Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides oder Myosotis palustris).

Das Laub ist frischgrün, gesägt und eiförmig, die Stängel sind abgerundet bis schwach kantig und behaart. Die Pflanze verzweigt sich sehr stark und bildet oberirdische, bis zu zehn Zentimeter lange Ausläufer aus.

Im Garten kann das Sumpf-Vergissmeinnicht insbesondere in der Uferzone eines Teiches neben Wollgras, Gauklerblumen oder Rosenprimeln mit seinen zahlreichen, zarten blauen Blüten ein wahres Blütenmeer entwickeln.

Pflanzung und Standort

Das Sumpf-Vergissmeinnicht wird im Frühjahr oder Herbst an einen feuchten Standort in Abständen von zwanzig bis dreißig Zentimetern gesetzt. An stetig feuchten und sonnigen Standorten wächst es meist höher als an schattigen Orten.

Pflege, Düngung und Vermehrung

An günstigen Standorten benötigt das Sumpf-Vergissmeinnicht sehr wenig Zuwendung. So muss es weder gegossen noch gedüngt werden, da ein sumpfiger Boden alles bietet, was die Pflanze zum guten Gedeihen benötigt. Auch Feuchtigkeitsschwankungen können der Pflanze nichts anhaben.

Sumpf-Vergissmeinnicht Bodendecker

Das Sumpf-Vergissmeinnicht eignet sich ideals als Bodendecker auf feuchten Böden oder an Uferzonen.

Eine Vermehrung des Sumpf-Vergissmeinnichts ist sehr einfach. Einerseits vermehrt es sich mittels der kleinen Samen häufig selbst, andererseits können die Rhizome nach dem Austrieb im Frühjahr sehr gut mit einem Spaten geteilt werden. Die Teilpflanzen werden dann genauso tief wieder eingepflanzt, wie sie vorher gestanden haben.

Eine Aussaat ist ebenfalls möglich. Hierfür werden im Sommer vollständig aufgeblühte Blütenteller abgeschnitten, getrocknet und kühl und dunkel bis zu Frühjahr aufbewahrt. Im Frühjahr kann eine breitwürfige Aussaat an Ort und Stelle vorgenommen werden. Es ist nicht nötig, die Pflanzen zu vereinzeln, da sich ohnehin nur die stärksten Keimlinge durchsetzen. Dieses Vorgehen empfiehlt sich insbesondere für neu angelegte Teiche, um ein natürliches Bild zu erzeugen.

Im Herbst zeihen sich die Pflanzen von allein zurück, sodass sie nicht bearbeitet werden müssen.

Krankheiten und Schädlinge

An feuchten Standorten gedeiht das Sumpf-Vergissmeinnicht prächtig und wird weder von Krankheiten noch von Schädlingen befallen. Lediglich zu trockene Standorte führen zum Absterben der Pflanze.