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Spornblumen

Die Spornblume (Centranthus ruber) gehört zur Familie der Geißblattgewächse und zur Unterfamilie der Baldriangewächse. Sie ist eng verwandt mit dem Baldrian und ihre Wirkstoffe werden arzneilich eingesetzt.

Weiße Spornblume Centranthus ruber Albus

Auch als Zuchtform erhältlich: Die Weiße Spornblume (Centranthus ruber Albus)

Das natürliche Vorkommen der Spornblume erstreckt sich von Europa über Nordafrika bis hin nach Westasien. Sie gilt in Mittel- und Südeuropa als verwildert und ist häufig in Mauerspalten, auf Felsschutt sowie an Wegrändern anzutreffen.

Die Spornblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die bis zu minus zwanzig Grad winterhart ist. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen dreißig und achtzig Zentimetern. Die Basis ist schwach verholzt und leicht blaugrün überlaufen. Ihre Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich, gegenständig angeordnet und werden bis zu acht Zentimeter lang.

Spornblume Centranthus ruber Mauer

Spornblumen vor einer Mauer.

Zwischen April und Oktober bilden sich Trugdolden mit zahlreichen dunkelrosafarbenen Blüten, die an der Kronröhre einen Sporn aufweisen. Aus den Blütenkelchen entwickeln sich später borstige Flugfrüchte, die zur Verbreitung der Pflanze dienen.
Mittlerweile bietet der Fachhandel auch Zuchtformen als Weiße Spornblume (Centranthus ruber Albus) sowie als Rote Spornblume (Centranthus ruber Coccineus) an.

Besonders gut eignen sich die Spornblumen zur Pflanzung in Steingärten. Neben Grasnelken, Pestwurzen, Fetter Henne, Schafgarbe oder Purpurglöckchen bereichern Spornblumen den Garten maßgeblich.

Pflanzung und Standort

Rote Spornblume Blüte

Die wunderschöne Blüte einer Roten Spornblume.

Spornblumen stellen recht wenige Ansprüche. Sie gedeihen besonders gut auf trockenen, mineralischen Böden, aber auch in normaler Gartenerde. Der Boden sollte eher trocken als nass sein. Vollsonnige bis leicht schattige Standorte sind zudem ideal für die Spornblume.

Eine Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst in Abständen von etwa dreißig Zentimetern. Besonders hübsch wirken Spornblumen in Gruppen sowie in mehreren Farbtönen gepflanzt. Durch ihre natürliche Ausbreitung entwickeln sich zudem mit der Zeit dekorative Blütengruppen, die langandauernd ihre Pracht zeigen.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Spornblume ist in ihren Ansprüchen genügsam, sodass sie auch einige heiße Tage ohne Wasser recht gut verträgt. Trotzdem kann regelmäßig Feuchtigkeit zugeführt werden. Im Winter ist das jedoch nicht notwendig.

Weiße und rote Spornblumen

Die Weiße Spornblume (Centranthus ruber Albus) wirkt sehr schon in Kombination mit der Roten Farbvariante.

Eine zusätzliche Düngung im Frühjahr fördert den Blütenreichtum. Danach ist keine weitere Düngung vonnöten.

Eine Vermehrung der Spornblume findet vor allem durch Selbstaussaat statt. Diese ist sehr vielversprechend und eher zu empfehlen als eine Aussaat in Töpfen. Gehen neue Pflanzen an ungewollten Stellen im Garten auf, können sie im Frühjahr an geeignete Plätze umgesetzt werden. Auch größere Stauden können im Herbst mittels eines Spatens geteilt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Spornblume sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.