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Spaltgriffel oder Sumpfgladiole

Der Rote Sumpfspaltgriffel (Schizostylis coccinea), auch als Spaltgriffel, Sumpf-Gladiole, Wasser-Gladiole oder Kaffernlilie bezeichnet, gehört zur Familie der Schwertliliengewächse und ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Aufgrund der Zugehörigkeit zu den Schwertliliengewächsen ist der Spaltgriffel auch mit der Sumpf-Schwertlilie verwandt.

Spaltgriffel Sumpfgladiole Schizostylis coccinea

Spaltgriffel, auch Sumpfgladiole genannt (bot. Schizostylis coccinea).

Die Pflanzenart aus der Gattung Hesperantha bildet als einzige Art keine Knollen, sondern Rhizome aus. Das rührt daher, weil die Sumpfgladiole ausschließlich in feuchtem Böden wächst und deshalb keine Knollen notwendig sind.

Der Spaltgriffel ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die im Frühjahr lange, schwertförmige Blätter ausbildet. Sie sind gräserartig, etwa einen Zentimeter breit und erreichen Längen von circa vierzig Zentimetern.

Zwischen Juli und August bildet sie ihre leuchtenden, bemerkenswerten Sternblüten aus, die an endständigen, ährigen Blütenständen wachsen. Viele Züchtungen weichen mittlerweile von dem typischen Rot ab, sodass auch Varietäten in Rosa, Weiß über Cremefarben bis hin zu Gelb im Fachhandel erhältlich sind.
Insgesamt erreicht der Spaltgriffel Wuchshöhen von bis zu sechzig Zentimetern.

Später bildet die Pflanze kleine, kugelige Kapselfrüchte aus, deren Samen schwimmfähig sind. Durch die reiche Samenproduktion neigt der Spaltgriffel in seiner Heimat zum Verwildern und ist dort an Flussufern, Sümpfen und auf Feuchtwiesen anzutreffen.

Bei uns ist die Pflanze nur bedingt winterhart.

Pflanzung und Standort der Sumpfgladiole

Spaltgriffel rosa

Ein Spaltgriffel in rosa.

Der Spaltgriffel bevorzugt helle, geschützte Standorte und feuchten, wasserdurchlässigen, lehmigen Boden. Er eignet sich besonders gut zur Pflanzung an Teich- und Uferrändern neben Sumpfdotterblumen und Sumpf-Vergissmeinnicht, vor Kalmus, Bambus oder klassisch neben  Schilf. Mit seinen leuchtenden Blüten bereichert er maßgeblich jeden Platz.

Gepflanzt wird die Sumpfgladiole im Frühjahr in Abständen von etwa dreißig Zentimetern. Besonders hübsch wirkt er in Gruppen gepflanzt.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Der Spaltgriffel muss regelmäßig feucht gehalten werden, ohne dass er im Wasser steht. Vor allem an sehr heißen Tagen sollte deshalb zweimal täglich ausreichend gegossen werden. Insbesondere in der Blütezeit ist das erforderlich.

Zusätzliche Düngergaben muss die Sumpfgladiole nicht erhalten.

Aufgrund der Rhizombildung des Spaltgriffels ist es gut möglich, die Pflanze nach der Blüte zu teilen. Hierfür wird mit einem Spaten ein Stück abgestochen und an anderer Stelle wieder eingepflanzt. Bis zum Herbst sollte das Teilstück dann gut angewachsen sein. Eine Vermehrung der Sumpfgladiole gestaltet sich in der Regel recht einfach.

Spaltgriffel überwintern

Sumpfgladiole rot

Eine Sumpfgladiole mit typisch roter Blüte.

In milden Gegenden kann man versuchen, den Spaltgriffel im Freien zu überwintern. Dann sollte die Pflanze bodennah zurückgeschnitten und mit viel Laub und Reisig bedeckt werden.

Da die Sumpfgladiole nur wenig winterhart ist, empfiehlt sich jedoch eine Überwinterung im Haus. Hierfür wird der Spaltgriffel in lehmige, gut wasserdurchlässige Erde in einen Kübel gesetzt und hell aufgestellt. Die Umgebungstemperatur sollte zwanzig Grad Celsius nicht übersteigen. Auch im Winter muss ständig gegossen werden, sodass die Erdoberfläche nicht austrocknet. Im Frühjahr, nach den letzten Frösten Mitte Mai, kann die Pflanze wieder ins Freiland umziehen.

Krankheiten und Schädlinge

Wird die Pflanze stets feuchtgehalten, ist sie weder für Krankheiten noch für Schädlinge anfällig und wächst unermüdlich.