Salbei
Bereits im Altertum wurde Salbei als Heilkraut genutzt. Heute findet man Salbei in vielen Hausgärten, aber auch im Topf auf der Fensterbank ist Salbei immer griffbereit und sieht dazu noch dekorativ aus. Getrocknet eignen sich die Blätter mit ihrem pikant-würzigen Aroma zur Abrundung von Fischgerichten, für Lammbraten oder auch für Eintöpfe.
Den Gartensalbei gibt es in verschiedenen Sorten. Im gut sortierten Gartenhandel wird er auch in verschiedenen Zierformen angeboten. Wenn sie den Salbei zum Kochen oder als Tee verwenden wollen, achten sie darauf dass sie eine essbare Salbeipflanze (bot. Salvia officinalis) anpflanzen, denn im Handel gibt es auch viele Salbeisorten, die nicht essbar sind und als Zierpflanzen gepflanzt werden.
Der Salbei ist eine mehrjährige Pflanze und gehört, wie viele andere Kräuter auch, zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütengewächse.
Standort, Pflanzung und Fruchtfolge
Salbei ist ein Halbstrauch, der am liebsten einen durchlässigen Boden mit einer guten Kalkversorgung mag. Der Humusgehalt des Bodens sollte nicht zu hoch sein. Wird der Salbeistrauch an einen warmen, sonnigen und windgeschützten Ort gepflanzt, kann er gut gedeihen.
Direktsaat ist möglich, jedoch ist die Vorkultur von Jungpflanzen vorzuziehen. Hier gibt es weniger Ausfälle. Empfehlenswert ist die Aussaat im Februar / März in einer Saatkiste. Hier wachsen die Jungpflanzen dann bis zum Mai geschützt unter Glas.
Ende Mai können die kleinen Pflänzchen dann ins Freie gesetzt werden. Der Abstand sollte 40 bis 60 cm betragen. Wird der Salbei nur für den Hausgebrauch und nur zum Würzen von Speisen verwendet, reicht in der Regel bereits eine Pflanze aus.
Für alle Kräuterliebhaber, die keinen eigenen Garten besitzen: Salbei lässt sich auch im Topf pflanzen und kultivieren.
Da Salbei eine abschreckende Wirkung auf Raupen, Läuse und Schnecken hat, sind die Salbeisträucher optimal zur Einfassung von Gemüsebeeten geeignet. Als Mischkulturpartner haben sich Salat, Karotten, Bohnen und Fenchel bewährt.
Pflege und Düngung
Salbei braucht relativ viel Kalium und Stickstoff. Kalium bewirkt, dass der Salbei frosthärter wird. Die Gaben können ab Mitte März im 4-Wochen-Abstand gegeben werden.
Allzu viel Pflege brauchen die Salbeisträucher nicht. Regelmäßig gießen, aber keine Staunässe. Im Frühjahr können die Triebe etwas gekürzt werden. So wächst der Strauch schön kompakt.
Ernte und Vermehrung
Salbei kann praktisch das ganze Jahr hindurch geerntet werden. Sollen die Pflanzen getrocknet werden, dann eine Handbreit über dem Boden abschneiden und trocknen. Allgemein hat frischer Salbei das typische Aroma, während beim Trocknen doch meist ein Teil davon verloren geht.
Für den Hausgebrauch kann Salbei gut aus Absenkern oder Stecklingen vermehrt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Salbei ist gegen Krankheiten und Schädlinge relativ robust. Selten wird die Pflanze vom Echten Mehltau befallen, ab und an treten Spinnmilben auf.

