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Rotkohl

Rotkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. rubra) hat zwar rötliche Blätter, ist in seiner Beschaffenheit jedoch dem Weißkohl sehr ähnlich. Im Volksmund wird diese Kohlsorte auch als Rotkraut oder auch Blaukraut bezeichnet, und ziert bereits seit der Antike die Beete der Menschen. Schon vor Jahrhunderten war bekannt, dass Rotkohl sich positiv auf die Gesundheit auswirkt – dies resultiert insbesondere aus den Inhaltsstoffen wie Vitamin C, Mineralsalze, Eisen oder auch Karotin.

Doch nicht nur aus dem gesundheitlichen Aspekt ist Rotkohl interessant – auch geschmacklich hat diese Kohlsorte einiges zu bieten. Ob roh oder gekocht, vor allem im Winter überzeugt Rotkohl durch seinen vollmundigen und fruchtigen Krautgeschmack.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Rotkohl und Tomaten im Garten

Rotkohl und Tomaten vertragen sich gut in Mischkultur

Rotkohl ist wie auch andere Kohlsorten ein Starkzehrer, der hohe Ansprüche an seinen Untergrund stellt. Es bedarf einem humusreichen Boden mit vielen Nährstoffen, vorzugsweise einem schweren Lehmboden. Darüber hinaus ist ein stets gut feuchter Untergrund erforderlich, um den Rotkohl gut gedeihen zu lassen. An sonnigen Standorten fühlt sich diese Kohlsorte am Wohlsten.

Die Aussaat von Rotkohl erfolgt in der Zeit von April bis Mai. Dafür eignen sich Töpfe, oder auch die direkte Aussaat ins Beet. Ist kein Frost mehr zu erwarten, kann auch das Auspflanzen erfolgen – dafür ist in der Regel ab Mitte Mai ein günstiger Zeitpunkt.
Bei den Jungpflanzen ist darauf zu achten, dass zwischen den einzelnen Pflanzreihen ein Abstand von etwa 60 cm eingehalten wird.

Rotkohl gedeiht gut in der Nachbarschaft von Salatpflanzen, Kräutern, Sellerie oder Lauch. Auch zwischen Kartoffeln, Tomaten oder Hülsenfrüchtler fühlt sich diese Kohlsorte wohl.

Rund drei Jahre sollten zwischen dem Anbau von Kohlsorten (Kreuzblütengewächs) auf ein und demselben Beet liegen. Nur so kann den vielen Schädlingen, die den Kohl befallen können, sinnvoll vorgebeugt werden. Zudem baut der Boden in dieser Zeit wieder die erforderlichen Bedingungen auf, um den Kohl gut wachsen zu lassen.

Pflege und Düngung

Regelmäßiges Gießen ist erforderlich – Rotkohl erfordert einen stets feuchten Untergrund. Der Boden sollte außerdem regelmäßig aufgelockert werden. Eine Düngung des Bodens sollte bereits im Herbst vor der nächsten Auspflanzung erfolgen, um die Beschaffenheit des Untergrundes den Bedürfnissen des Kohls anzupassen. Auch in der Wachstumsphase sind mehrere Dünge-Vorgänge empfehlenswert. Danach sollte jeweils nach einem Erntevorgang der Boden gedüngt werden.

Ernte und Vermehrung

rotkohl

Rotkohl, auch Rot- oder Blaukraut genannt

Bei der Ernte von Rotkohl werden die äußeren Blätter entfernt und die festen Köpfe abgetragen. Geerntet wird, sobald die Pflanzen bzw. die Köpfe die gewünschte Größe erreicht haben. Bereits ab Juni kann die Ernte der noch kleineren Köpfe für die Rohkostverwendung erfolgen.

Zu lange sollte man bei reifem Rotkohl allerdings nicht mit der Ernte warten, um ein Aufplatzen der Köpfe zu vermeiden. Je nach Sorte ist es oftmals möglich, den Rotkohl über das ganze Jahr hinweg immer wieder zu ernten.

Krankheiten und Schädlinge

Rotkohl wird gerne von Schädlingen heimgesucht. Besonders Blattläuse, aber auch die Raupen des Kohlweißlings oder Erdflöhe gehen gerne an diese Kohlsorte. Vorbeugend lohnt es sich, im Falle von Raupen des Kohlweißlings Vogelschutznetze über die Pflanzen zu spannen. Nicht nur der Kohlweißling, sondern auch Kohlrüben-Blattwespen befallen Rotkohl und fressen einen Schaden am Blattwerk. Von Erdflöhen bleibt der Rotkohl verschont, wenn der Boden stets gut befeuchtet wird.

Zu den häufig auftretenden Krankheiten bei Rotkohl gehört in erster Linie die Kohlhernie – aber auch der Falsche Mehltau und die Blattfleckigkeit. Vorbeugend sollten abgestorbene Pflanzenteile stets rasch beseitigt werden. Kohlhernie lässt sich vermeiden, indem der Boden häufiger aufgelockert und gründlich gekalkt wird.