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Rosen, Buschrosen und Strauchrosen

Als Königin der Blumen wird die Rose (Rosa) regelmäßig bezeichnet. Und in der Tat ist diese Blume eine ganz besondere. Kaum ein Garten in dem es keine Rosen gibt. Die Rosenpflanze ist einfach eine wunderschöne und besondere Pflanze, die jeden Garten bereichert. Rosen gibt es in unzähligen Züchtungen. So gibt es sie in annähernd jeder Farbe und mit vielen verschiedenen Blütenformen. Im Gartenfachhandel wird man fast von der enormen Artenvielfalt erschlagen.

Das Anpflanzen und Kultivieren von Rosen ist ohne das entsprechende Wissen nicht ganz anspruchslos, denn Rosen benötigen einiges an Pflege und Beachtung. Aber mit dem richtigen Rückschnitt, ausreichend Düngung und dem optimalen Standort können auch Anfänger Rosenpflanzen problemlos im Garten kultivieren und sich an vielen Blüten erfreuen. Wenn man dann noch einige Punkte bei der Überwinterung beachtet, wird man an seinen Rosen lange Freude haben.

Begriff der Rose und Gattungen

Wird im allgemeinen von der Rose gesprochen, werden meist die Busch- oder Strauchrosen gemeint. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen einem und zwei Metern und können sowohl als Solitärpflanze als auch als Hecke begeistern. Sie bilden eine große Gruppe unter den Rosen und beinhalten u. a. Teehybrid-, Polyantha– und Floribundarosen.

Rosenpflanze Orange

Wunderschöne orangeblühende Rosenpflanze.

Viele unter ihnen verzaubern durch ihren Blütenreichtum, durch ihre Resistenz gegenüber Wettereinflüssen, durch zarten Duft sowie durch vielfältige Farbnuancen. Buschrosen begeistern damit fast jeden Gartenliebhaber und sind deshalb auch in fast jedem Garten zu finden.

  • Teehybriden sind vor allem wegen ihrer auffallenden, großen, meist gefüllten Blüten sehr beliebt. Dabei zeigen manche Sorten nur einzelne Blüten, andere wiederum zeigen kleine Blütenrispen, wobei höchstens fünf Blütenknospen an einem Stiel entstehen. Teehybridrosen sind hervorragende Schnittblumen.
  • Polyantharosen sind meist niedrige, buschige und vielblütige Pflanzen, ähnlich den Beetrosen. Die Blüten sind meist nur etwa vier Zentimeter groß und gefüllt und stehen in Rispen. Als Schnittblumen sind sie eher weniger geeignet.
  • Floribundarosen sowie Floribunda-Grandiflora (Großblumige Floribundarosen) zeigen die Form und Größe der Teehybriden. Ihre Vielblumigkeit, Wüchsigkeit und Gesundheit ist vielversprechend und ausgesprochen beliebt unter Gärtnern. Der Wuchs ist aufrecht und kräftig. Deshalb eignen sie sich auch hervorragend als Schnittblumen.

Ihnen allen ist gemein, dass sie auf die gleiche Art veredelt werden, unabhängig vom Wuchs oder der Größe. Für alle gelten auch die gleichen Grundregeln hinsichtlich des Standortes, der Pflege und des Rückschnitts. Ebenfalls sehr beliebt und in einem eigenen Beitrag behandelt sind Kletter- und Ramblerrosen.

Pflanzung und Standort

Rosen bevorzugen freie, sonnige Lagen, an denen vor allem Feuchtigkeit auf dem Laub nicht zu lange bestehen bleibt. Der Boden sollte nährstoffreich und mit Kompost oder Stallmist angereichert werden, bevor die Rosen im Herbst oder Frühjahr gepflanzt werden.

Rosa Rosen

Die Farbvielfalt bei Rosen ist enorm. Es gibt Züchtungen in fast jeder erdenklichen Farbe. Hier in zartem Rosa.

Zur Pflanzung sollte der Ballen der Rose vorher mindestens zwölf Stunden gewässert werden. Zudem sollten die Wurzeln etwas eingekürzt werden, bevor die Rose in ein ausreichend großes Pflanzloch gegeben wird. Nach der Pflanzung muss die Erde gut durchfeuchtet werden.

Die Abstände sind abhängig von der Verwendung sowie der Wuchshöhe der Pflanze. Als Faustregel für den Abstand gilt die halbe zu erwartende Wuchshöhe der Rose.

Sehr schön wirken Rosen im Zusammenspiel mit Schleierkraut, Lavendel sowie Margeriten. Auch Gräser und Farne verleihen der Rose noch mehr Eleganz. Allerdings sollte man Rosen genügend Raum zur Entfaltung geben, damit ihre Schönheit vollends zur Geltung kommt.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verblühte Rosen sollten entfernt werden, bevor sie die Blütenblätter verlieren und der Pflanze Kraft entziehen.

Ein kräftiger Rückschnitt sollte zwischen März und April erfolgen. Dabei kann ein radikaler Rückschnitt nicht schaden, da hiermit alle überwinterten Schädlinge wie Pilze und Bakterien entfernt werden. Lediglich die Veredlungsstelle darf nicht beschnitten werden, da sonst nur noch Wildtriebe entstehen.

Gedüngt werden Strauchrosen ab dem Frühjahr in regelmäßigen Abständen mit herkömmlichem Rosendünger, der meist dem Gießwasser zugesetzt wird oder als Granulat um die Pflanze herum ausgebracht wird. Auch Kompost oder Stallmist kann im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden.

Es empfiehlt sich im Herbst das Anhäufeln mit Erde sowie das Abdecken mit Reisig als Schutz vor zu starkem Zurückfrieren bis zur Wurzel der Rosenpflanze. Zu verzichten ist hingegen auf die Abdeckung mit Laub.

Eine Vermehrung gestaltet sich schwierig, da Rosen nur ihre volle Pracht entfalten, wenn sie veredelt werden. Dies wiederum erfordert ein hohes Maß an Fachwissen, um zum Erfolg zu gelangen.

Krankheiten und Schädlinge

Rosen werden oft von Blattläusen, Sternrußtau oder Rosenblattwespen befallen. Sie alle sorgen für unschöne, angefressene oder meist eingerollte Blätter, verkrüppelte Knospen und vor allem für minderen Wuchs.

Die Nachbarpflanzung von Lavendel soll zumindest Blattläuse fern halten, wobei dieser natürliche Schutz keine Garantie gegen einen Blattlausbefall ist. Auch Marienkäfer, die sich in der Nähe vieler Blühpflanzen aufhalten, sorgen für reichliche Vertilgung von Schädlingen.

Zur Stärkung der Rosenpflanze empfiehlt sich das Sprühen mit Knoblauch-, Ackerschachtelhalm- oder Meerrettichbrühe im Frühjahr mehrmals in Abständen von zwei Wochen.