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Primeln

Die Primel (Primula vulgaris) gehört zur Familie der Primelgewächse und ist zudem unter den Bezeichnungen Schlüsselblume oder Himmelsschlüssel ebenso bekannt. Die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit den vielen Blüten lässt einen Vergleich mit einem Schlüsselbund zu, daher der Name. Nicht zu verwechseln ist die Primel mit der Echten Schlüsselblume.

Primel Primula vulgaris

Primel (botanisch Primula vulgaris) in weiß und rosa.

Es gibt etwa 500 Arten, die dieser Gattung angehören. Es gibt Züchtungen mit einfachen und halbgefüllten Blüten in vielen Farben, die teils an sehr kurzen, aber auch längeren Stielen sitzen und aus einer Blattrosette mit sattgrünen Blättern herauswachsen. Durchschnittlich werden sie bis zu 15 Zentimeter hoch, wobei es etliche Züchtungen gibt, die längere Blütenstiele entwickeln.

Primeln sind krautige, sommergrüne, sehr ausdauernde mehrjährige Pflanzen. In Gruppen gesetzt bedecken Primeln bereits im zeitigen Frühjahr wie ein dichter Teppich Wiesen und Beete mit ihren leuchtenden Blüten in vielen Farbschattierungen.

Sie sind neben Krokussen, Tulpen und Narzissen die ersten Frühlingsboten und durch ihr farbenfrohes Dasein ein Muss in jedem Garten. Primeln blühen von März bis Mai, einige Sorten sogar nochmals im Spätsommer. Zusammen mit anderen niedrig wachsenden Blumen eignet sich die Primel auch als Schnittblume für kleine Blumensträußchen.

Pflanzung und Standort

Primeln Farben

Die Farbauswahl bei den Zuchtformen der Primel ist enorm.

Am besten gedeihen Primeln an halbschattigen Standorten in einem nährstoffreichen, humosen, gut feuchtigkeitsspeichernden Gartenboden. Sie benötigen Schutz vor zu warmer Sommersonne, da sie sonst vertrocknen. Gepflanzt werden können Primeln im Frühjahr oder im Herbst. Auch Topfpflanzen können nach der Blüte in Abständen von zehn bis fünfzehn Zentimetern ins Freiland gesetzt werden. Für Ufer- und Teichbepflanzungen eignet sich übrigens die verwandte Rosenprimel (Primula rosea), die deutlich mehr Nässe verträgt, als die normale Primel.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Welke Blätter sollten von der Blattrosette regelmäßig entfernt werden, das fördert die Nachblüte. Eine Anschubdüngung mit einem Volldünger im Frühjahr ist sehr empfehlenswert. Bei humosen Böden sind keine weiteren Düngergaben im Jahr erforderlich.

Nach der Blüte oder im Herbst können größere Stauden problemlos geteilt und erneut im Abstand von circa 15 Zentimetern eingepflanzt werden. Diese brauchen ausreichend Feuchtigkeit und dürfen nicht austrocknen. Auch eine Aussaat nach der Samenreife im Spätfrühling oder Frühherbst ist möglich und verspricht gute Erfolge.

Krankheiten und Schädlinge

Die Primel reagiert sehr empfindlich auf Trockenheit. Daher empfiehlt es sich, im Frühjahr mit Kompost oder verrottetem Mist ausreichend um die Pflanzen herum zu mulchen. Andere Krankheiten oder Schädlinge sind für Primeln nicht bekannt.

Tipp: Verblühte Primeln nicht wegschmeißen

Primeln umtopfen

Primeln lassen sich nicht nur im Garten, sondern auch im Topf kultivieren.

Primeln eignen sich auch wunderbar zur Kultivierung im Blumentopf oder im Blumenkasten. Oftmals kann man auch Topfprimeln im Supermarkt als günstigen Dekoartikel kaufen. Nachdem die Blüten verblüht sind, wird die Primelpflanze fälschlicherweise des öfteren weggeschmissen. Das ist wirklich schade, denn Primeln sind sehr ausdauernde und mehrjährige Pflanzen, die problemlos im Garten kultiviert werden gönnen.

Pflanzt man sie bspw. in den Garten bilden sie teilweise noch im gleichen Jahr neue Blüten, ansonsten in der nächsten Gartensaison. So erfreuen die Primeln einen noch über einen längeren Zeitraum. Also: Verblühte Primeln nicht wegschmeißen oder kompostieren, sondern im Garten einpflanzen und lange an der Blütenpracht erfreuen.