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Montbretie (Crocosmia x crocosmiiflora)

Die Montbretie (Crocosmia x crocosmiiflora) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse und ist ursprünglich in den Bergregionen Afrikas beheimatet. Weltweit sind nur sieben bis zwölf Arten bekannt.

Montbretie rot Blüte

Eine rote Montbretie Blüte in der Nahaufnahme.

In ihrem äußeren Erscheinungsbild erinnern Montbretien an Gladiolen, wobei ihre Blüten etwas kleiner und filigraner sind und meist in langen Rispen etwas überhängen. Das Knollengewächs breitet sich unterirdisch aus, wächst jedoch recht langsam, ist aber im Gegensatz zu Gladiolen winterhart und weitgehend frostresistent.

Die Pflanzen bilden mit der Zeit dichte Horste und erreichen Wuchshöhen zwischen achtzig und einhundertzwanzig Zentimetern. Markant sind ihre aufrecht wachsenden, schwertförmigen Blätter.

Montbretie Crocosmia x crocosmiiflora Orange

Montbretie (Crocosmia x crocosmiiflora) imposant als Gruppe.

Bedingt durch ihre Herkunft treiben Montbretien erst aus, wenn der Boden sich erwärmt hat. Spätestens im Mai zeigen sich jedoch erste Triebe. Durch den recht späten Austrieb setzt die Blüte deshalb auch erst ab Juli ein, dauert aber dann meist bis in den Oktober hinein. Besonders beliebt und bekannt ist die Sorte „Lucifer“, die leuchtend rote Blüten aufweist.

Zahlreiche weitere Zuchtformen variieren in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen und bereichern vor allem Staudenbeete. Zwischen Margeriten, Jakobsleiter, Nachtviolen und anderen blühenden Stauden setzt sie durch ihren aufrechten Wuchs und ihre leuchtenden Blüten sehr hübsche Akzente.

Pflanzung und Standort

Montbretien bevorzugen nährstoffreiche, gut durchlässige Böden in warmen, sonnigen bis halbschattigen Lagen. Hohe Sorten sollten auch vor Wind geschützt werden, um Windbruch zu vermeiden. Es empfiehlt sich deshalb auch ein Standort an einer Mauer oder Hecke. Außerdem sind Hügelbeete ideale Standorte für Montbretien, da hier überschüssige Flüssigkeit schnell abläuft.

Montbretie Crocosmia x crocosmiiflora

Montbretien in rot.

Gepflanzt werden Montbretien im Frühjahr oder Herbst in Abständen von etwa dreißig Zentimetern in einer Tiefe von circa zehn Zentimetern. Werden die Knollen im Herbst gesetzt, sollte gleich eine Laubschicht als Winterschutz aufgetragen werden.

Schwere, lehmige Gartenböden sollten mit einer Drainage aus Sand und Kieseln versehen werden, da Montbretien auf Staunässe mit Wurzelfäule reagieren und absterben. Mittels der Drainage kann Staunässe effizient vermieden werden und so die Montbretie geschützt werden.

Zur Pflanzung sollte außerdem verrotteter Kompost unter die Erde gemischt werden; dieser dient der Versorgung mit Nährstoffen und lässt die Knollen zudem besser einwachsen.

Montbretien eignen sich auch sehr gut zur Kultivierung in Kübeln. Hier sollte bei der Pflanzung im Frühjahr auf alle Fälle eine Drainageschicht am Boden des Kübels den Wasserabzug gewährleisten. Nach etwa drei bis vier Jahren muss allerdings das Substrat erneuert werden, da die Montbretien ansonsten blühfaul werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Montbretien erfreuen mit einer langanhaltenden Blüte, wenn der Boden nicht austrocknet, aber auch keine Staunässe entsteht. Es sollten Wassergaben erfolgen, sobald die oberste Erdschicht ausgetrocknet ist. An heißen Sommertagen empfiehlt sich sogar das zweimalige Gießen pro Tag.

Montbretie Blüte Orange

Montbretie Blüte in Orange.

Pflanzen im Freiland erhalten im Frühjahr einen Langzeitdünger, Pflanzen in Kübeln sollte vierzehntägig mit Flüssigdünger versorgt werden.

In ihrer Heimat bilden Montbretien dichte Horste, die gut überdauern. Bei uns zieht die Pflanze sich selbst in der kalten Jahreszeit ein und sammelt Kraft für das nächste Jahr. Die verwelkten Überreste sollten jedoch erst im Frühjahr abgeschnitten werden, um es der Pflanze zu ermöglichen, möglichst lange Kraft zu sammeln.

Überwintern und Vermehren der Montbretien

In besonders rauen Lagen, an denen zweistellige Minusgradwerte über längere Zeit zu erwarten sind, sollten die Knollen ausgegraben und im dunklen Keller überwintert werden.
An weniger kalten Standorten sind als Winterschutz viel Laub und Reisig meist ausreichend. Wer ganz sicher gehen möchte, gräbt die Horste vorsichtig aus und entfernt die neu gebildeten Nebenknollen, um sie im Haus zu überwintern und im Frühjahr wieder neu zu setzen.

Montbretien in Kübeln sollten einen Winterschutz aus Flies oder Noppenfolie erhalten. Zudem kann viel Laub die Pflanzen von oben schützen.

Zur Vermehrung eignen sich die neu gebildeten Nebenknollen, die meist unter den Mutterknollen zu finden sind. Dazu wird die Pflanze ausgegraben, dann werden die Knollen abgelöst und dunkel und trocken aufbewahrt.

Krankheiten und Schädlinge

Montbretien sind sehr anfällig für Wurzelfäule, die an ungeeigneten Standorten die Pflanze schnell zum Absterben bringt. Es empfiehlt sich deshalb, auf einen ausreichenden Wasserabzug zu achten und lediglich Standorte zu wählen, an denen das Wasser auch nach starken Regenfällen schnell abfließt.

Insekten und Schnecken befallen die Montbretien nicht, allerdings gehören die Knollen auf den Speiseplan von Wühlmäusen. Dagegen können aufgestellte Mausefallen nur selten etwas ausrichten. Weitaus effizienter ist dann die Haltung einer Katze.