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Malven

Die Malven (Malva) gehören zur Familie der Malvengewächse, die mit etwa fünfundzwanzig Arten weltweit vertreten sind. In Bauern- und Naturgärten darf diese sehr altbekannte Pflanze mit ihren schönen Blüten in den Farben Weiß, Rosa und Violett nicht fehlen. Die ebenfalls zu den Malvengewächsen gehörende Bechermalve ist eine schöne Alternative zur normalen Malve.

Malven

Malven sind einfache und anspruchslose Blumen.

Die Blüten entwickeln sich in den Blattachseln entweder einzeln oder in kleinen Büscheln. In der Zeit von Mai bis September öffnet die Malve immer neue Blüten und kann Wuchshöhen bis zu anderthalb Metern erreichen. Da ihre Stängel recht zart sind, sollte diesen eine Stützhilfe gegeben werden, damit sie bei starkem Wind nicht abknicken.

Bekannt sind auch wildwachsendes Arten der Malve, wie etwa die Wilde Malve (Malva sylvestris) oder die Wegmalve (Malva neglecta), die in unseren Breiten in den Sommermonaten an Feldrändern durchaus zu finden sind. Für eine Kübelbepflanzung sind sie ebenso geeignet. Als Schnittblumen finden sie eher seltener Verwendung.

Pflanzung und Standort von Malven

Malven gelten als recht anspruchslos. Sie bevorzugen nährstoffreichen Boden, der möglichst kalkhaltig und gut durchlässig sein sollte, vertragen jedoch feuchte Böden ebenso wie trockene. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. In Staudenbeeten mit Lupinen, Margeriten und Stockrosen kommen Malven besonders gut zur Geltung. Aber auch in Steingärten setzen sie filigrane Akzente.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Pflanze benötigt recht wenig Pflege. Wenn sich nach und nach die Blüten von unten nach oben öffnen, können abgeblühte Blütenstände entfernt werden und sofort wieder ausgesät werden. Etwa Anfang Oktober können abgeblühte Blütenstände vollständig abgeschnitten werden, damit die Staude für weitere Jahre erhalten bleibt.

Eine Vermehrung ist problemlos während der Blütezeit durch Aussaat an Ort und Stelle vorzunehmen, sodass die jungen Pflanzen bereits im darauffolgenden Jahr blühen. Das Abdecken mit einer dünnen Laubschicht, die im Frühjahr entfernt wird, schützt besonders junge Pflanzen vor sehr starken Frösten.

Die Malve sollte zweiwöchentlich mit einem Flüssigdünger versehen werden, um ihre Blühfreude noch mehr anzuregen. Dies gilt besonders für Kübelpflanzen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Krankheiten und Schädlinge

Der Malvenrost befällt Malven vor allem dann, wenn die Pflanze zu feucht gehalten wird. Dieser zeigt sich mit braunen, unansehnlichen Flecken auf den Blättern und kann nur mit chemischen Mitteln bekämpft werden, da er ansonsten die Pflanze absterben lässt. Empfehlenswert ist jedoch die Vernichtung der gesamten Pflanze und die Wahl eines anderen Standortes, damit sich die Sporen nicht weiter verteilen können.