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Lupinen

Lupine in lila

Lila blühende Lupinen im Garten. Lupinen eignen sich auch sehr gut zur Gründüngung.

Lupinen (Lupinus polyphyllus) mit etwa 200 verschiedenen Arten sind aus Bauern- und Landhausgärten nicht mehr wegzudenken, denn sie kündigen mit ihren leuchtenden Farben von Weiß über Rosa bis hin zu Dunkelviolett den Sommer an und blühen von Ende Mai bis in den Juli. Insbesondere gehören die Russel-Züchtungen der Lupine zu den schönsten mehrjährigen Blütenstauden im Garten.

Über den fingerförmig geteilten, hellgrünen Blättern ragen dicke Stängel senkrecht empor, an denen viele kleine Schmetterlingsblüten in dichten Trauben angeordnet sind. Gartenlupinen können bis über einen Meter hoch werden und wirken in dichter Pflanzung am eindrucksvollsten.

Sie gehören, genauso wie Erbsen, Bohnen und Linsen, zur Gattung der Hülsenfrüchtler, da nach der Blüte dunkle Samenschoten zurückbleiben.

Pflanzung und Standort

Lupinen benötigen zum prächtigen Gedeihen einen sonnigen oder halbschattigen, windgeschützten Standort. Sie mögen einen gut durchlässigen Boden, idealerweise leicht sandig und schwach sauer.

Die Pflanzung erfolgt im August oder im März/ April im Abstand von etwa 30 Zentimetern. Junge Stauden müssen stark gewässert werden, um ein gutes Anwachsen zu fördern.

Aufgrund ihrer Höhe pflanzt man Lupinen meist im Hintergrund im Zusammenspiel mit Rittersporn, Rosen oder einjährigen Sommerblumen wie Cosmea, Ringelblumen, Astern und anderen. Aber auch neben Hortensien oder mehrjährigen Stauden kommen Lupinen gut zur Geltung.  Man kann sie als Schnittblume verwenden; sie wirken jedoch als Blütenstaude im Garten wesentlich dekorativer.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Lupinen benötigen keinen Dünger, denn sie speichern in ihren Wurzelknoten ausreichend Stickstoff, weshalb sie auch gerne zur Gründüngung im Garten verwendet werden. Nach der Blüte können die Samenschoten Verwendung zur Nachzucht finden, da die Teilung einer älteren Lupinenstaude Schwierigkeiten bereiten kann. Eine Aussaat im Frühjahr oder Herbst ist daher zu empfehlen, da dies zumeist erbreine Sorten ergibt.

Vor der Aussaat sollten die Samen dazu in warmem Wasser eingeweicht werden.
Basalstecklinge können im Frühjahr ebenso im Abstand von circa 30 Zentimetern gepflanzt werden.

Tipp zur Verlängerung der Blühzeit von Lupinen:

Wenn man die verblühten Blütenstängel abschneidet, kann man die Lupine zur 2. Blüte bringen. Die zweite Blüte fällt in der Regel etwas schwächer aus als die erste.

Krankheiten und Schädlinge

An zu feuchten Standorten kann es zur Bildung von Mehltau kommen. Hierfür sollte die Lupine mit einer Fungizid-Lösung gespritzt werden. Sehr oft werden Lupinen auch von Schnecken befallen. Diese sollte man absammeln sowie um die Staude Schneckenkorn ausbringen.

Flecken auf den Blättern sowie sehr schwache Stängel deuten auf eine Viruserkrankung hin. Wenn dies der Fall ist, sollte die gesamte Staude ausgegraben und vernichtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.