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Lippenmäulchen

Das Lippenmäulchen (Mazus reptans) gehört zur Familie der Gauklerblumengewächse und findet bei uns Verwendung als bodendeckende Pflanze, die ursprünglich aus dem Himalaya stammt.

Lippenmäulchen sind ausdauernde, krautige, sehr niedrige, polsterbildende Stauden. Sie erreichen nur sehr geringe Wuchshöhen mit dünnen Sprossachsen, an denen kleine, höchstens einen Zentimeter große, gezähnte Blätter in wechselständiger Anordnung wachsen.

Zwischen Mai und Juni erfreuen uns die Lippenmäulchen mit traubigen Blütenständen, an denen blau-violett leuchtende Glöckchen erscheinen, die zweilippig sind. Auf der unteren Lippe sind meist weiße oder gelbe Flecken erkennbar.

Die Polsterstaude gilt als extrem winterhart und übersteht daher auch harte, langanhaltende Fröste sehr gut.

Pflanzung und Standort

Lippenmäulchen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Sie mögen gut durchlässige Böden und überstehen auch trockene Tage. Bei langanhaltender Trockenheit sollten sie jedoch ausgiebig gewässert werden.

Lippenmäulchen Mazus Reptans

Das Lippenmäulchen ist ein anspruchsloser und blühender Bodendecker.

Im Steingarten neben Grasnelken, Frauenmantel und Steinbrech bilden sie wunderschöne Akzente, da sie in ihrem Blütenreichtum wie ein Schwarm Schmetterlinge wirken. Auch als Beeteinfassungen sind sie sehr reizvoll und können Stauden wie Lupinen, Sonnenhut oder Mädchenaugen dekorativ umrahmen.

Gepflanzt werden können Lippenmäulchen im Frühjahr oder Herbst in Abständen von etwa zwanzig Zentimetern, sodass sie recht schnell ein dichtes Polster bilden. Auch als Rasenersatzpflanze kann das Lippenmäulchen daher dienen.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Nach der Pflanzung sollte das Lippenmäulchen regelmäßig gewässert werden, damit es schnell anwächst und insbesondere nach der Herbstpflanzung nicht der Witterung im Winter zum Opfer fällt. Sicherheitshalber sollten frisch gepflanzte Lippenmäulchen deshalb einen Winterschutz aus Reisig erhalten.

Wenn Teile unansehnlich erscheinen oder vergilben, sollten betroffene Stellen abgeschnitten werden. Dies ist manchmal auf einen ungeregelten Feuchtigkeitshaushalt zurückzuführen oder aber auf kleine Nager in der Erde.

Gedüngt werden sollte das Lippenmäulchen im Frühjahr mit herkömmlichem Flüssigdünger. Im Anschluss ist keine weitere Düngung erforderlich.

Vermehrt werden können ältere Polsterstauden durch Teilung im Spätsommer. Hierzu wird ein Teil des Polsters mit einem Spaten abgetrennt, ebenso tief eingesetzt, wie es gestanden hat und regelmäßig gewässert. Die Teilung ist auch im Frühjahr möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Da Polsterstauden manchmal plötzlich verschwinden oder Lücken aufweisen, kann davon ausgegangen werden, dass sich beispielsweise Wühlmäuse an ihnen zu schaffen machen. Hier hilft neben dem Einsatz von Fallen oder chemischen Ködern manchmal der Einsatz einer Katze in besonderem Maß.

Besondere Krankheiten sind für das Lippenmäulchen nicht relevant.