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Lavendelheide, Schattenglöckchen

Die Lavendelheide (Pieris) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und wird auch als Schattenglöckchen bezeichnet.

Lavendelheide Schattenglöckchen

Die Lavendelheide, auch Schattenglöckchen genannt, ist ein wunderschöner immergrüner Strauch, der häufig auch als Hecke gepflanzt wird.

Weltweit gibt es sieben Arten der Lavendelheide. Bei uns werden jedoch nur zwei Arten kultiviert: die Pieris floribunda (Reichblütige Lavendelheide) sowie die Pieris japonica (Japanische Lavendelheide). Beide Arten wachsen als immergrüne Sträucher, können Wuchshöhen zwischen zwei und vier Metern erreichen und eignen sich somit auch als immergrüne Heckenbepflanzung. Selbst Zwergformen werden reichlich angeboten, die dann vielfach als kleine Sträucher in den Gärten zu finden sind.

Besonders schön wirkt die Lavendelheide aufgrund ihres wunderschönen Laubes, welches beim Austrieb bei einzelnen Arten in den Farben rosa und rot erscheint. Im Sommer bilden sie ihre glöckchenartigen Blütenstände aus, die auch noch im Winter den Betrachter verzaubern und erst im Frühjahr vollends in ihrer Blüte erscheinen.

Die Lavendelheide ist in allen Teilen giftig, sodass während der Gartenarbeit besondere Vorsicht geboten ist.

Pflanzung und Standort

Die Lavendelheide benötigt ähnlich wie Rhododendron und Azaleen einen humosen, gut durchlässigen, feuchten, am besten sauren Boden. Zudem sollte sie im hellen Halbschatten gepflanzt werden, da sie hier eine Fülle an Blüten ausbilden kann. Steht sie zu dunkel, blüht sie weniger.

Gepflanzt werden sollte Lavendelheide am besten im August oder September im Abstand der halben Wuchsbreite in der Nähe von Rhododendron, Farn, Salomonssiegel, Maiglöckchen und Funkien. Bis zum Herbst sollte sie regelmäßige Wassergaben erhalten, um sich gut für den Winter zu rüsten.

Pflege und Schnitt

Sofort nach der Blüte im Frühsommer können die verwelkten Blütenstände ausgelichtet werden. Dies sorgt für einen reichhaltigen, neuen Austrieb. Insgesamt ist die Lavendelheide gut schnittverträglich, wobei sie zu den langsam wachsenden Gehölzen zählt und deshalb nur wenig geschnitten werden muss.

Die Japanische Lavendelheide muss ständig feucht gehalten werden, wobei die Reichblütige Lavendelheide etwas mehr Trockenheit verträgt.

Düngung und Vermehrung

Da sie keinen kalkhaltigen Boden verträgt, sollte im Frühjahr reichlich Rindenhumus oder Torf in den Boden eingearbeitet werden. Auch eine Anschubdüngung mit einem Rhododendrondünger regt das Wachstum nachhaltig an.

Vermehrt werden kann das Schattenglöckchen im Sommer mittels Ausläufern. Diese werden vorsichtig von der Mutterpflanze abgetrennt und in der gleichen Tiefe, wie die Mutterpflanze steht, eingepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich zu schwere Böden begünstigen die Entstehung der Wurzelfäule, die die Pflanze in der Folge absterben lässt. Ansonsten sind keine weiteren Krankheiten oder Schädlinge für das Schattenglöckchen relevant.