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Lavendel

Denkt man an Lavendel, entstehen vor dem geistigen Auge Bilder von riesigen Lavendelflächen in der Provence. Doch auch aus Großmutters Wäscheschrank war das duftende Kraut nicht wegzudenken. Auch heute noch sind kleine Säckchen mit Lavendel gefüllt in vielen Kleiderschränken zu finden. Lavendel ist eine Pflanze, die Auge, Nase und Gaumen gleichermaßen erfreut. Lavendel gehört zu den Lippenblütern und besitzt den botanischen Namen Lavendula angustifolia.

Standort und Pflanzung

Lavendel im Garten

Blühender Lavendel ist ein Blickfang im Garten.

Lavendel mag es sonnig und trocken. Der Boden sollte sandig und kalkhaltig sein. Im März wird der Samen in Schälchen mit Anzuchterde eingebracht. Diese werden dann auf die warme Fensterbank gestellt. Ab Mai können die Setzlinge dann ins Freiland ausgepflanzt werden. Als sinnvoll hat sich ein Abstand von 30 x 30 cm erwiesen.

In Kombination mit Rosen (Strauch-, Kletter– oder Beetrosen) kommt Lavendel wunderbar zur Geltung. Darüber hinaus hat er sich als „Blattlausfänger“ bewährt.

Lavendel ist gut verträglich mit Bergminze, Bergbohnenkraut, Fetthenne, Oregano, Rosmarin, Schleierkraut, Thymian und Rosen. Auch neben weißen oder rosa Hortensien kommt das Farbspiel des Lavendels besonders gut zur Geltung.

Pflege und Düngung

Der Lavendel blüht bei uns etwa in den Monaten Juli und August und ist dann ein wahrer Magnet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

Spezielle Düngergaben sind beim Lavendel normalerweise nicht erforderlich. Lavendel wird nur gedüngt, wenn nach ein paar Jahren die Blüte nachlässt. Da der Lavendel kalkhaltigen Boden bevorzugt, kann im Früling oder Herbst Gartenkalk um die Pflanzen zugegeben werden.

Schnitt und Überwinterung

Im März erfolgt ein moderater Rückschnitt der alten Triebe. Lavendel mag es aber nicht, wenn im Frühjahr ins alte Holz geschnitten wird. Dann kann die Lavendelpflanze sogar eingehen.

Nach der Blüte werden die verblüten Blütenstängel bis zum Laubansatz geschnitten.

Ein Winterschutz ist normalerweise nicht notwendig, sind die Winter aber sehr kalt, sollten die Lavendelpflanzen mit Reisig oder Vlies abgedeckt werden. Staunässe ist zu vermeiden.

Ernte und Vermehrung

Beetrosen Lavendel

Beetrosen vor Lavendel.

Soll der Lavendel konserviert werden, dann ist es am besten, ihn kurz vor dem kompletten Blühen der Pflanze zu schneiden. Denn dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten und der Duft sehr intensiv. Um Duftsäckchen und Potpourris herzustellen, sollten die Stiele nicht mit verwendet werden, da diese leicht schimmeln können. Nur die Blüten werden getrocknet und können dann nach Wunsch weiterverarbeitet werden.

Die Vermehrung erfolgt durch Samen, Ableger oder Stecklinge.

Krankheiten und Schädlinge

Bekannt sind Zikaden, Raupen und Schnecken. Auch Hasen knabbern gerne an den frischen Trieben.