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Krokusse

Krokusse (Crocus) erfreuen uns bereits ab Februar mit ihren leuchtenden kleinen Blütenkelchen in den Farben Weiß, Gelb und Violett. Sie gehören zur Familie der Schwertliliengewächse und ist daher mit der Schwertlilie verwandt. Bekannt sind weltweit rund achtzig Arten, davon sechs in Mitteleuropa.

Krokusse im Garten

Krokusse im Garten

Neben den im Frühling blühenden Krokussen gibt es auch Herbstkrokusse.  Dazu zählt der Safran-Krokus, welcher auch als das teuerste Gewürz der Welt gilt. Zum Verwechseln ähnlich ist dem Krokus die giftige Herbstzeitlose, die ausschließlich im Herbst blüht. Diese unterscheidet sich jedoch vom Frühlingskrokus dahingehend, dass sie sechs Staubblätter hat, der Krokus lediglich drei sowie größere Blütenkelche als der Krokus. Außerdem blüht die Herbstzeitlose ohne Blätter, während der Krokus zuerst viele grasähnliche Blätter hervorbringt, bevor er einen Blütenkelch öffnet.

Krokusse erreichen eine Wuchshöhe von etwa zehn Zentimetern. Sie eignen sich ausgezeichnet zum Verwildern auf Rasenflächen.

Pflanzung und Standort

Krokusse mögen einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden in voller Sonne. Auf schweren, nassen Böden gedeihen sie weniger. Man pflanzt sie zwischen August und Oktober in Gruppen, circa sechs Zentimeter tief, im Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimetern.

Je nach Größe der Zwiebel können die Tiefe und die Abstände etwas variieren. In der Nähe von Winterlingen, Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen bieten die Krokusse einen sehr reizvollen, dekorativen Anblick in den ersten Frühlingstagen.

Krokus in Schalen oder Blumentöpfen pflanzen

Blühender Krokus

Krokusse sind die ersten Vorboten des Frühlings und leiten das neue Gartenjahr ein.

Aber auch in einer dekorativen Schale kommen Krokusse sehr gut zur Geltung. Solche Frühlings-Schalen können im Handel erworben werden, sind aber auch schnell selbst gepflanzt. Dazu wird nur ein passendes Pflanzgefäß, Blumenerde und Krokus-Zwiebeln benötigt. Die Schalen oder Töpfe werden am besten von September bis Oktober gefüllt. Natürlich kann man die Krokus auch mit Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen in einer Schale kombinieren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Nachdem die Schale bepflanzt ist wird sie an einem geschützten Platz im Freien zur Überwinterung gestellt. Die Zwiebeln benötigen die Kältephase im Winter, daher sollten sie nicht im Haus oder der Wohnung überwintern. Auch sollten die Zwiebeln im Topf nicht zu nass werden, daher ist ein geschützter Platz auf der Terrasse oder dem Balkon, dicht an der Hauswand, ideal.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Sind die Blätter nach der Blüte gelb und trocken geworden, nimmt man die Zwiebeln aus der Erde, reinigt sie von den abgestorbenen Wurzeln, sortiert sie nach der Größe und bewahrt sie an einem trockenen, schattigen Ort auf. Im Herbst können sie erneut ins Freiland oder einen Blumentof gesetzt werden. Auch in Töpfen unter Glas können Krokusse um die Weihnachtszeit ihre Blüten hervorbringen, wenn sie im September eingepflanzt werden.

Wenn die Zwiebeln im Boden verbleiben, sollte ihnen eine Ruhezeit gegönnt werden, ohne dass abgestorbene Teile entfernt werden. Beim Rasenmähen sollten die Blätter solange ausgespart werden, bis sie vollständig eingezogen sind.

Eine Düngung der Krokusse ist nicht erforderlich.

Durch eine Selbstaussaat ist es möglich, Krokusse verwildern zu lassen. Ansonsten können durch Abtrennen den Mutterzwiebeln kleine Tochterzwiebeln entnommen werden, die im Herbst erneut ins Freiland verbracht werden.

Krankheiten und Schädlinge

Besonders oft fallen Krokuszwiebeln den Wühlmäusen zum Opfer. Dies hat zur Folge, dass nur sehr wenige Krokusse im Frühjahr erscheinen und schlichtweg nur sehr wenige blühen. Im Handel gibt es spezielle Mittel, um Nager zu vertreiben. Eine weitaus einfachere Variante ist hierfür die Haltung einer Katze, die zumeist zuverlässig für Nagetierfreiheit in einem Garten sorgt.