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Kalmus

Kalmus Acorus calamus

Kalmus ist pflegeleicht und filtert das Wasser.

Der Kalmus (Acorus calamus) gehört zur Familie der Kalmusgewächse (Acoraceae) und zählt zu den Röhrichtpflanzen, die im flachen Wasser gut gedeihen. So ist er besonders beliebt als Teich- und Uferpflanze. Ursprünglich ist der Kalmus in Asien beheimatet, wird aber seit dem 17. Jahrhundert auch in Europa kultiviert. Der Kalmus wird etwa 70 bis 100 cm hoch und bis zu 60 cm breit. Er filtert, ähnlich wie Rohrkolben, das Teichwasser (Repositionspflanze) und breitet sich recht stark aus. Der Kalmus hat mehrere alternative Bezeichnungen u.a. Deutscher Zitwer, Deutscher Ingwer oder Arznei-Kalmus.

Aufgrund seiner schönen Blattfärbung erwähnenswert ist auch der Weißgestreifte Kalmus (Acorus gramineus). Dieser erreicht Wuchshöhen und -breiten von bis zu fünfzig Zentimetern, ohne dabei wie der Gewöhnliche Kalmus stark zu wuchern. Das Blattwerk wächst grasartig, spitz und aufrecht, die Blattränder sind ganzrandig. Sehr auffällig ist die weißgrüne Färbung, die den Weißgestreiften Kalmus zu einem wahren Hingucker an Teichen und Ufern macht.

Zwischen Juni und Juli zeigt der Kalmus seine unscheinbaren, kolbenähnlichen Blüten, die er seitlich aus dem Blattwerk schiebt. In unserer Klimazone können jedoch die Früchte, die sich später bilden, nicht ausreifen.

Kalmus Acorus calamus

Verwilderter Kalmus

Er wächst mehrjährig und ausdauernd, Fröste können ihm nichts anhaben. Besonders gern wird er an Teichrändern und Uferzonen kultiviert. Zwischen blühenden Uferpflanzen, wie zum Beispiel Sumpf-Schwertlilien, Sumpf-Gladiolen und Sumpf-Orchideen, setzt er dekorative Akzente an Teichen und Ufern. In Gruppen gepflanzt wirkt sein schönes Laub noch dekorativer.

Der Kalmus spielt eine Rolle als Heilpflanze, insbesondere bei Magen- und Verdauungsproblemen. Einerseits werden die getrockneten Rhizome als Kalmusrot, Magen- oder Ackerwurz verwendet, anderseits aus allen Pflanzenteilen das Kalmusöl gewonnen.

Pflanzung und Standort

Alle Kalmusarten benötigen  einen feuchten, nährstoffreichen Boden. Zur Pflanzung im Frühjahr oder Herbst empfiehlt sich deshalb das Einarbeiten von Hornspänen oder reifem Kompost. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig gewählt werden.

Er sollte in Abständen von etwa sechzig Zentimetern zu anderen Gewächsen gepflanzt werden. Wird er in Gruppen gepflanzt, können die Abstände etwas geringer gewählt werden.

Kalmus neigt zum starken wuchern und sollte daher in Kübeln in die Erde gesetzt werden. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere für kleine Gärten und Teiche mit weniger Platz.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Blüte Kalmus Acorus calamus

Kolbenförmige Blüte des Kalmus.

Der Kalmus darf niemals austrocknen, sodass besonders an trockenen Tagen reichlich gewässert werden muss. Es empfiehlt sich dann sogar ein zweimaliges Gießen täglich.

Zur Düngung ist die Gabe reifen Komposts im Frühjahr ausreichend. Dieser sollte dann großzügig in die Erde eingearbeitet werden.

Der Kalmus bietet auch zur vegetationsarmen Jahreszeit immer noch schöne Anblicke, wenngleich das Laub dann meist getrocknet ist.

Wer das verwelkte Laub nicht mag, kann es im späten Herbst bodennah zurückschneiden. Als Winterschutz ist dann eine dünne Laubschicht ausreichend.

Die Vermehrung ist denkbar einfach. Hierfür können große Stauden mit einem scharfen Spaten zwischen April und August geteilt werden. Die Teilstücke werden dann wieder so tief eingepflanzt, wie sie vorher gestanden haben und gut gewässert.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich zu trockene Standorte setzen dem Kalmus zu, sodass er vertrocknet. Auch zu dunkle Standorte lassen ihn nur spärlich wachsen. Ansonsten ist er für Schädlinge und Krankheiten nicht anfällig.