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Heckenpflanzen

Der Begriff „Hecke“ leitet sich aus dem Althochdeutschen ab und bedeutet „umzäunen“, „hegen“ oder „einhegen“. Hecken sind in der Landschaftsgestaltung daher als ein- oder mehrreihige, linienförmig angeordnete Sträucher zu verstehen, die vor allem in Gärten zur Abgrenzung und Aufteilung sowie als Sicht- oder Lärmschutz dienen.

Heckenpflanzen erreichen in der Regel Wuchshöhen zwischen zwei und zehn Metern und können sowohl aus Laub- als auch aus Nadelgehölzen bestehen. Unterschieden werden zudem immergrüne, sommergrüne, Dornenhecken, Blütenhecken, Dufthecken, Vogelschutzhecken, Schmetterlingshecken sowie schnell und langsam wachsende Hecken.

Auch können sie nach ihrer Blütezeit oder nach ihrer Wuchshöhe unterschieden werden. Je nach Gebrauch, rechtlichen Bestimmungen der Region und Wunsch bestimmt jeder Gärtner zumeist selbst, für welche Art Hecke er sich entscheidet.

Hecken pflanzen

Wird eine Hecke neu angelegt, muss der Boden dafür tief gelockert werden. Die günstigste Zeit zur Heckenneuanlage ist der Herbst, aber auch im März können Heckenpflanzen gepflanzt werden.

Heckenpflanzen

Dank dicht wachsenden Heckenpflanzen bieten Hecken einen optimalen Sichtschutz im Garten.

Als Vorbereitung wirft man einen Graben aus, der für eine einreihige Hecke etwa vierzig Zentimeter, für eine zweireihige etwa sechzig Zentimeter breit sein sollte. Ausgeworfen wird dabei lediglich die erste Spatenstichtiefe. Die Zweite gräbt man um und füllt die aufgeworfene Erde wieder ein.

Der Bedarf an Heckenpflanzen richtet sich nicht nur nach der Pflanzenart, sondern auch nach der Pflanzweise. Bei einreihigen Hecken genügen jedoch für einen laufenden Meter drei bis fünf Pflanzen. Etwas breiter wird die Hecke, wenn zwei Reihen mit einem Abstand von etwa fünfundzwanzig Zentimetern gepflanzt werden. Auf jede Reihe gibt man dann einen Abstand von etwa dreißig Zentimetern, sodass je laufender Meter etwa sechs bis acht Pflanzen erforderlich sind, damit eine dichte Hecke entsteht.

Hinweis zum Bedarf an Pflanzen pro laufendem Meter Hecke: Die hier angegebenen Bedarfe sind nur grobe Richtwerte. Je nach Größe der Heckenpflanzen kann der Pflanzenbedarf stark variieren. So kann es sich finanziell lohnen größere Heckenpflanzen (teurer), kleineren und günstigeren Pflanzen der gleichen Sorte vorzuziehen, weil man dadurch in Summe spart. Vergleichen lohnt sich hier.

Pflege und Düngung von Heckenpflanzen

Die Wurzeln der Heckenpflanzen werden vor dem Einsetzen leicht gekürzt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen einen festen Stand nach dem Pflanzen aufweisen. Damit das Gießwasser gut eindringen und nicht weglaufen kann, sollte die restliche Erde muldenartig eingebracht werden.

Torf oder verrotteten Stallmist füllt man nicht in den Pflanzgraben ein, sondern benutzt ihn nach der Pflanzung als Bodenbedeckung. Dies sichert der Hecke reichhaltige Nährstoffe.

Nach dem Pflanzen sollte die Hecke regelmäßig stark gegossen werden. Auch Rindenmulch, der nach der Pflanzung ausgebracht wird, trägt dazu bei, die Feuchtigkeit besser zu speichern. Dieser kann im Abstand von ein bis zwei Jahren immer wieder aufgefüllt werden. Kräftiges Mulchen beugt auch dem Wildwuchs unerwünschter Wildkräuter vor.

Gedüngt werden Hecken zumeist mit speziell dafür hergestellten Düngern, die im Fachhandel erhältlich sind. Nicht alle Heckenpflanzen vertragen den gleichen Dünger, sodass man sich hier im Einzelfall beraten lassen sollte.

Heckenpflanzen schneiden

Hecken schneiden

Hecken benötigen einen regelmäßigen Schnitt, um in Form zu wachsen.

Neuangelegte Hecken schneidet man nach dem Pflanzen stark zurück, damit sie von unten dicht werden. Der Schnitt ist insbesondere bei Hainbuchen, Weißdorn und Buchen wichtig, da sie schwer anwachsen.

Laubtragenden Hecken schneidet man etwa die Hälfte, selten zwei Drittel der Gesamtlänge ab, nachdem sie gepflanzt wurden.

Vielfach müssen laubtragende Hecken mindestens zweimal im Jahr mit der Heckenschere geschnitten werden, während Nadelgehölze weniger Schnitte benötigen. Auch die gestalterische Formgebung der Hecke sowie die Vorgehensweise ist abhängig von der Art des Gehölzes.

Krankheiten und Schädlinge

Heckenpflanzen werden ebenso wie alle anderen Pflanzen zum Teil von Krankheiten oder Schädlingen befallen.

In der Regel sind jedoch Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Trauermücken, Zikaden und weitere kleine Tiere nur insofern schädlich, als dass sie sich vor allem an den Blättern zu schaffen machen, sie fressen oder ihre Larven darauf ablegen und für einen unschönen Anblick sorgen. Zudem legen sie oftmals den Grundstein für gefährliche Krankheiten. Auch die Vitalität der Heckenpflanzen wird dadurch beeinträchtigt, sodass dagegen vorgegangen werden muss.

Einer der hartnäckigsten Schädlinge im Garten ist der Dickmaulrüssler. Er frisst halbkreisförmig die fleischigen, dickeren Blätter einiger Pflanzen. Betroffen sind vor allem Lorbeerkirsche, Buchs und Rhododendron. Auch wenn die Fraßschäden der Pflanze an sich nicht schaden, sind sie sehr unschön. Gefährlicher hingegen sind die Larven, die im Wurzelbereich abgelegt werden und sich von den feinen Wurzeln der Heckenpflanze ernähren. Diese werden somit stark geschädigt und verhindern den Wuchs bis hin zum Absterben der Pflanze.

Gefährlich für Heckenpflanzen sind oftmals auch Pilz- oder Rostkrankheiten, die teilweise zum Absterben der Pflanzen führen, wenn nicht rechtzeitig dagegen vorgegangen wird.

Durch einen günstigen Standort, eine spezielle Düngung sowie einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt kann man jedoch jeglichem Befall zusätzlich vorbeugen.

Gegen alle auftretenden Probleme können Insektizide oder Fungizide eingesetzt werden. Gegen Schädlinge helfen zudem natürliche Feinde wie Eidechsen, Maulwürfe und Igel, die in vielen Hecken einen geeigneten Unterschlupf finden.

Beliebte Heckenpflanzen

In unseren Breitengraden gibt es recht viele beliebte Heckenpflanzen. Die Auswahl an unterschiedlichen Sorten ist recht groß, so lässt sich für fast jeden Standort die richtige Pflanze finden.