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Gladiolen

Gladiolen (Gladiolus) gehören, wie die Bartiris, zu den Zwiebel- und Knollengewächsen, die der Familie der Schwertliliengewächse angehören. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen „Gladius“ ab und bedeutet „Schwert“. Daher wird sie außerdem als Schwertblume oder Schwertel bezeichnet.

Beheimatet ist sie ursprünglich in Südeuropa, im Nahen Osten sowie in Afrika und Madagaskar. Die auffälligsten, farbenprächtigsten Arten stammen vorwiegend aus Südafrika.

Gladiolen Schwertel

Gladiolen, oder Schwertel, sind eine Bereicherung für jeden Ziergarten.

Gladiolen sind entweder immergrüne oder laubabwerfende, ausdauernde, krautige Pflanzen, die zum Teil auch winterhart sind. Als Überdauerungsorgane bilden sie Knollen aus. Die Laubblätter wachsen entweder rosettenartig oder wechselständig an langen Stängeln.

Die Blüten in den Farben Weiß, Beige, Gelb, Orange, Braun, Rot, Purpur oder Violett sind ungestielt und mit zwei Mal drei Blütenhüllblättern umhüllt, die an endständigen, ährigen Blütenständen in der Zeit von Juni bis Oktober in den Gärten zu finden sind.

Gladiolen erreichen Wuchshöhen zwischen fünfzig und einhundertzwanzig Zentimetern. Viele Sorten sind hervorragend als Schnittblumen geeignet.

Pflanzung und Standort

Im Laufe des Monats April werden die Zwiebeln etwa zehn Zentimeter tief und in Abständen von etwa zwanzig Zentimetern in gut gelockerten, nahrhaften Boden an vollsonnigen Standorten gepflanzt.

Sie bevorzugen mäßig feuchte Böden, sodass kurz nach der Pflanzung eine lockere Bedeckung mit verrottetem Kompost anzuraten ist, um den Feuchtigkeitshaushalt besser zu regulieren.

In der Nähe hochstämmiger Rosen als Unterpflanzung oder im Staudenbeet neben Hortensien, Schneeball oder Margeriten wirken die hochwachsenden Gladiolen sehr attraktiv.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Während trockener Perioden im Sommer, vor allem wegen der Entwicklung des Blütenschafts, ist ein reichliches Wässern unentbehrlich.

Etwa im Oktober, wenn die Blüte bereits vorbei ist und die Blätter beginnen abzusterben, entnimmt man die Knolle der Erde, schneidet den Stängel etwa drei Zentimeter über der Knolle ab und bewahrt sie trocken und frostfrei bis zur nächsten Pflanzung im April auf.

Hier empfiehlt sich jedoch eine Lagerung in Töpfen mit Erde, da sie sonst leicht beginnen zu schrumpeln. Sind sie in Töpfen, sollten sie trotzdem kühl stehen und nur sehr wenig in großen Abständen gegossen werden.

Winterharte Gladiolen sind in unseren Breiten nur mäßig winterhart, sodass sie in jedem Fall vorsorglich einen Winterschutz aus Laub und Reisig erhalten sollten.

Eine Düngung außer der Kompostgabe zur Pflanzung ist nicht nötig.

Vermehrt werden Gladiolen durch Brutzwiebeln, die sich leicht im Herbst zur Entnahme der Zwiebel aus der Erde abtrennen lassen. Auch eine Selbstaussaat kann zugelassen werden.
Eine Aussaat im Haus gestaltet sich dagegen eher schwierig.

Krankheiten und Schädlinge

Gladiolen werden manchmal von Wühlmausen aufgesucht und angeknabbert, sodass es zu minderem Wuchs oder keinem Wachstum in einigen Fällen kommen kann. Hier empfiehlt sich die Haltung einer Katze, die auf natürlichem Wege den Nagern das Leben schwer macht.