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Eiben

Eiben (Taxus) gehören zu den geschützten Koniferen, die der Familie der Eibengewächse angehören. Sie wachsen als immergrüne Sträucher oder mittelgroße Bäume, wobei es einige bereits mehrere Jahrhunderte alte Eiben zu bewundern gibt.

Eiben Taxus Baccata

Eibenhecken sind pflegeleichte und robuste Hecken, die einen hohen Sichtschutz gewähren. Besonders schön wirken auch Hecken mit Säuleneiben.

Die Anzahl der Arten und Varietäten ist nicht ganz eindeutig, wobei meist von sieben bis zehn verschiedenen Arten ausgegangen wird. Die Bekannteste unter ihnen ist bei uns die Europäische oder Gemeine Eibe (Taxus baccata), die bei uns sowohl als Säuleneibe als auch als buschig wachsende Eibe zu finden ist. Sie gilt als edelste Heckenpflanze für eine immergrüne Hecke, bietet einen hervorragenden Sicht- und Lärmschutz und ist insbesondere bei Vögeln als Brutstätte sehr beliebt. Aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften als pflegeleichte Sichtschutzhecke ist Taxus baccata in vielen Gärten anzufinden.

Eiben verfügen über spiralig angeordnete, leicht biegsame Nadeln und bilden keine verholzten Zapfen aus. Ihre Früchte sind Scheinbeeren und umhüllen ein Samenkorn, das im gleichen Jahr bereits reift, mit einer fleischigen, leuchtend roten, becherartigen, höchstens einen Zentimeter großen Hülle.

Eiben sind in allen Teilen stark giftig, sodass bei der Arbeit an ihnen mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden muss.

Standort

Eiben eignen sich perfekt für naturnahe Heidegärten oder Gärten mit weiterem Nadelbaumbestand. Sie haben keine großen Ansprüche an ihren Standort oder den Boden, sodass sie ebenso in sonnigen wie an schattigen Plätzen gedeihen. Je nach Standort variiert jedoch ihr jährlicher Zuwachs.

Da sie tiefe Wurzeln ausbilden, schadet ihnen auch eine Trockenperiode nicht. Trotzdem sollte der Boden humos und gut durchlässig sein, da dies für die Eibe optimale Bedingungen darstellt.

Als Pflanzzeitpunkt eignen sich wie bei fast allen Heckenpflanzen sehr gut Frühling oder Herbst.

Sehr schön wirken Eiben als Hintergrund zu blühenden Sträuchern wie Falscher Jasmin, Weigelie oder Deutzie. Auch in Einzelstellung bilden sie in der Nähe von Kletterrosen oder als Hintergrund vor Krokussen, Traubenhyazinthen und farbenfrohen Tulpen wunderschöne Kontraste.

Pflege und Düngung

Eiben benötigen nahezu keine Pflege. Lediglich während langanhaltender Trockenheit sollten sie regelmäßige Wassergaben erhalten.

Auch gedüngt werden sollten sie nur mäßig mit speziellem Eiben- oder Koniferendünger.

Schnitt und Vermehrung von Eibenhecken

Eiben schneiden

Eiben lassen sich gut schneiden und vertragen auch kräftige Rückschnitte, allerdings sind sie giftig, daher sind Handschuhe empfehlenswert.

Eibenhecken sind äußerst schnittverträglich und treiben selbst nach einem radikalen Verjüngungsschnitt wieder aus. Am besten schneidet man Eiben im zeitigen Frühjahr, um die Vogelbrut nicht zu gefährden. Ab August sind die meisten Vögel damit fertig, sodass auch dann noch ein Schnitt erfolgen kann.

Die Vermehrung wird vielfach durch die Vögel vorgenommen, die die roten Früchte gern verspeisen und den Samen wieder ausscheiden. Auch herabfallende Beeren sorgen oft für eine vielversprechende Selbstaussaat. Daher sollte man bei Eibenhecken auch immer darauf achten, dass nicht zu viele neue Jungpflanzen die Form der Hecke verfälscht. Auch bei Säuleneiben kann die Selbstaussaat unerwünscht sein.

Die Stecklingsvermehrung gestaltet sich ebenfalls einfach. Hierfür wird ein verholztes Stück abgeschnitten, in den Boden gesteckt und bis zum Anwachsen regelmäßig gewässert.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Eibe sind weder Krankheiten noch Schädlinge relevant, sie gilt nicht umsonst als recht robuste und pflegeleichte Pflanze.