≡ Menu

Currykraut (Helichrysum italicum)

Das Currykraut (Helichrysum italicum) wird auch als Italienische Strohblume oder Immortelle bezeichnet und gehört zur Familie der Korbblütler. Weltweit gibt es circa sechshundert Arten, davon drei verwandte Arten in Mitteleuropa.

Currykraut Helichrysum italicum

Currykraut (Helichrysum italicum)

Currykraut war bereits in der Antike bei den Griechen und Römern bekannt und wurde als Heilmittel eingesetzt. Den Überlieferungen nach wurde es bei Schlangenbissen und Harnproblemen eingesetzt, aber auch zur Bekämpfung von Motten. In der Naturheilkunde findet das Currykraut auch noch heute seine Verwendung.

Das Currykraut ist eine aromatisch duftende, mediterrane Gewürzpflanze mit weißfilzigen Blättern und gelben Blüten, die dem Rosmarin in ihrem Habitus sehr ähnlich ist. Die kleinen Blätter verströmen einen typischen Currygeruch, der jedoch nicht von jedem als dieser wahrgenommen wird.

Zwischen Juli und August erscheinen die kleinen, gelben Blütenköpfchen und stehen in winzigen Schirmrispen beieinander. In getrocknetem Zustand können die Blüten des Currykrautes in Trockengestecken verarbeitet werden.

Für die Verwendung in Gestecken, aber auch zum Haltbar machen, einfach das Currykraut zu Bündeln zusammenbinden und kopfüber an einem trockenen und gut gelüfteten Ort zum Trocknen aufhängen.

Currykraut Blüte

Typische, gelbe Blüte des Currykrauts.

Im ersten Jahr erreicht das Currykraut eine Größe von etwa dreißig Zentimetern in Höhe und Breite. Gelingt eine Überwinterung, breitet sich das Kraut weiter aus. Da es sich aber beim Currykraut um eine mediterrane Pflanze handelt, ist sie nur bedingt winterhart.

Verwendung findet das Kraut in der Küche und kann ähnlich wie Currypulver, beispielsweise zu Hühnerfleischgerichten oder Reis, mitgekocht, sollte jedoch vor dem Servieren entfernt werden.

Neben anderen Kräutern und Gewürzpflanzen, wie etwa Petersilie, Dill, Estragon, Basilikum oder Zitronenmelisse, bereichert das Currykraut nicht nur das Kräuterbeet, sondern auch die Speisekarte des Gärtners.

Pflanzung und Standort

Das Currykraut bevorzugt einen sonnigen Standort sowie lockere, mäßig nährstoffreiche Böden. Es verträgt eher trockene als zu nasse Böden, deshalb empfiehlt sich besonders sandige Erde.

Gepflanzt wird das Kraut am besten im Frühjahr in Abständen von circa zwanzig Zentimetern.
Wird es in Töpfe oder Kübel gesetzt, sollte der normalen Erde etwas Sand hinzugegeben werden.

Pflege und Düngung

Das Currykraut benötigt nur sehr wenig Pflege. Trockenheit verträgt es sehr gut und wächst dann am besten. Pflanzen in Töpfen sollten jedoch in langen Trockenperioden hin und wieder leicht gegossen werden.

Currykraut Topf

Currykraut kann auch im Topf kultiviert werden, dann lässt es sich auch leichter überwintern.

Eine Düngung benötigt das Currykraut nicht. Hat es jedoch überwintert, sollte im Frühjahr etwas verrotteter Kompost um die Pflanze herum eingearbeitet werden.

Steht das Currykraut in Töpfen, sollte es nicht draußen, sondern im kühlen Zimmer überwintern. Currykraut im Freien benötigt einen Winterschutz. Geeignet sind dafür Laub und Reisig, das reichlich aufgetragen werden muss, da die mediterrane Pflanze unsere kalten Winter nicht gut übersteht.

Schnitt und Vermehrung

Ein Schnitt empfiehlt sich entweder kurz nach der Blüte oder nach dem Austrieb im Frühjahr. Das Currykraut sollte dann auf etwa ein Drittel gekürzt werden, damit es wieder üppig austreibt und eine buschige Form ausbildet. Es schadet dabei nicht, bis ins alte Holz einen Rückschnitt vorzunehmen.

Stecklinge zur Vermehrung können ganzjährig geschnitten werden. Es empfiehlt sich, diese in Töpfe mit sandiger Erde zu stecken und mäßig zu gießen. Nach circa vier Wochen sind die Stecklinge bewurzelt und können an einen anderen Platz umziehen.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich zu feuchte Erde schadet dem Currykraut, sodass die Wurzel dann fault und die Pflanze in der Folge abstirbt. Ansonsten sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.