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Rosen vermehren mit Stecklingen

Die Rose wird nicht umsonst als Königin unter den Blumen bezeichnet. Ihre Schönheit bildet in jedem Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon einen bewundernswerten und ausdrucksstarken Blickfang. Um die einzigartigen Pflanzen zu vermehren, sind mehrere Methoden bekannt. Auch Laien können Rosen mühelos züchten – und dabei insbesondere von der unkomplizierten Vermehrung aus Stecklingen Gebrauch machen.

Stecklingsvermehrung bei Rosen

Buschrosen

Buschrosen

Rosen, die aus Stecklingen gezogen werden, bezeichnet man als so genannte „wurzelechte Rosen“. Um die Vermehrung anzugehen, bedarf es zunächst einem Rosentrieb. Dabei kann es sich um den Trieb einer Gartenrose handeln – es reicht jedoch im Prinzip auch der Trieb einer einzelnen Rose aus, die womöglich bis dato noch in der Vase ihren Platz hatte. Dieser Trieb wird mit fünf Augen abgeschnitten. Am oberen Ende lässt man ein gut gedeihendes Blatt stehen, eventuelle Blüten werden abgeknipst.

Dieser Trieb bildet nun den Steckling. Er wird kurz ins Wasser getaucht, und dann an einem halbschattigen Platz im Freien in die Erde gesetzt. Der Steckling sollte zu etwa 10 Prozent noch aus dem (möglichst humusreichen) Boden herausschauen – also gerade soweit, dass die Blätter zu sehen sind.

Über den Steckling wird dann ein Einmachglas gesetzt, dass sozusagen als Mini-Gewächshaus dient. Dabei kann ganz einfach auf ein leeres Marmeladenglas oder auch leere 0,5-Liter-Wasserflaschen (PET) zurückgegriffen werden.

Kletterrosen

Kletterrosen

Das Stecklingsbeet sollte gleich nach dem Eingraben der Triebe gut gewässert werden und auch in Zukunft stets feucht gehalten werden. Im Winter sollten die jungen Rosen entsprechend vor eisigen Temperaturen geschützt werden – etwa mit Frostschutzvlies, Mulch oder Reisig.

Empfehlenswert ist es außerdem, die einzelnen Stecklinge mit Etiketten zu kennzeichnen. Die meisten Rosensorten blühen erst im zweiten oder dritten Jahr nach dem Einsetzen – und bis dahin hat man oftmals schon wieder vergessen, welche Sorte eigentlich wo ihren Platz im Beet hatte.

Weitere Arten zur Rosenvermehrung

Die Vermehrung von Rosen anhand von Stecklingen klappt nicht bei allen Sorten. Doch insbesondere bei Busch- oder Strauchrosen, bei Kletterrosen oder Ramblerrosen ist diese Art der Vermehrung empfehlenswert. Auch Bodendeckerrosen gedeihen mit dieser Methode sehr gut.

Neben der Stecklingsvermehrung gibt es zur Züchtung von Rosen noch weitere Verfahren. Allerdings sind das Okulieren von Rosen oder die Vermehrung von Samen nur erfahrenen Gärtnern anzuraten – für Laien ist die Rosenvermehrung durch Stecklinge die einfachste und erfolgversprechendste Methode.