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Rollrasen verlegen

Gartenbesitzer haben zwei Optionen, um einen schönen und ansehnlichen Rasen zu erhalten: Sie können entweder ganz klassisch den Rasen von Grund auf säen und wachsen lassen – oder aber einen Rollrasen auslegen.

Letztere Variante hat den Vorteil, dass wesentlich schneller ein schönes Ergebnis zu bewundern ist. Allerdings benötigt auch Rollrasen Zeit und Pflege, damit er sich perfekt ins Gartenbild einfügt und beste Wachstumsbedingungen erfüllt.

Wann kann man Rollrasen verlegen?

Rollrasen kann ab Mitte März bis September verlegt werden. Im Hochsommer oder in starken Hitzeperioden kann der Rassen grundsätzlich auch gelegt werden. Allerdings muss man dann auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten. Daher ist es etwas einfacher, den Rollrasen im Frühling oder im frühen Herbst zu verlegen. Dann bekommt er noch ausreichend Sonnenstrahlen und muss nicht unbedingt zwei mal täglich gegossen werden, wie im Hochsommer.

Das richtige Fundament schaffen: Boden vorbereiten

Rollrasen verlegen

Erst den Untergrund vorbereiten, dann den Rollrasen verlegen und schließlich ausreichend gießen.

Bevor der Rollrasen verlegt werden kann, muss der Boden dafür entsprechend vorbereitet werden. Der Untergrund sollte dabei großzügig umgegraben werden, damit später eine gute Wasserdurchlässigkeit zum Wachsen des Rasens gewährleistet werden kann. Unkraut und alte Wurzeln sollten zuverlässig entfernt werden.

Ist noch alter Rasen vorhanden, so muss dieser natürlich zunächst abgetragen werden. Am einfachsten gelingt dies mit einem so genannten Sodenschäler, den man sich auch in einem Baufachgeschäft ausleihen kann.

Bei sehr festem Untergrund wirkt sich das Untermischen von Sand im Verhältnis 10:1 positiv auf das künftige Rasenfundament aus. Ist der Boden jedoch sehr locker und sandig, ist dagegen das Einarbeiten von Humus empfehlenswert.

Die Vorarbeiten in Bezug auf den Untergrund sollten etwa 2 Wochen vor dem Auslegen des Rollrasens erfolgen. Dann hat der Boden genügend Zeit sich einzustellen und bietet die besten Voraussetzungen für den späteren, satten Rasen.

Etwa einen Tag vor der Rollrasen verlegt wird empfiehlt es sich, noch einmal den Boden aufzuharken, damit sich der Rasen schneller im Untergrund festsetzen kann.

Rollrasen verlegen: Schnell und Bahn für Bahn

Sobald der Rollrasen eingetroffen ist, sollte er innerhalb weniger Stunden verlegt werden. Im Falle, dass der Rasen doch länger auf seine Verlegung warten muss, ist eine kühle und schattige Lagerung desselben anzuraten.

Ist es nun soweit, wird der Untergrund kurz noch einmal leicht bewässert. Dann legt man den Rollrasen bahnenweise aus – und zwar so, dass die Nähte direkt aneinander liegen. Ecken und Kanten können mühelos und unkompliziert entsprechend zugeschnitten werden. Sind alle Bahnen ausgelegt, so sollte der fertige Rasen noch einmal gewalzt und großzügig gegossen werden.

Auch in den folgenden Tagen und Wochen sollte man stets auf eine ausreichende Bewässerung des Rasens achten. Besonders im Hochsommer empfiehlt sich ein- bis zweimal täglich das Rasensprengen. Die beste Zeit dafür ist entweder Morgens oder Abends. Der Vorteil des abendlichen Gießens liegt darin, dass der Rasen genug Zeit hat, Wasser aufzusaugen, bevor dieses wieder durch übermäßige Hitze verdunstet. Gießt man Mittags in der prallen Sonne den Rasen, würde ein großer Teil des Wassers verdunsten.

Belastbarkeit erst nach zwei Wochen

In den ersten Tagen sollte man ein betreten des Rasens weitgehend vermeiden. Rollrasen wächst bei guter Pflege und ausreichendem Gießen zwar sehr schnell an, anfangs sollte er aber unbedingt geschont werden.

Spindelmäher

Spindelmäher überzeugen mit einem erstklassigen Schnittbild des Rasens.

Durch leichtes Anheben der Ecken, kann man überprüfen, ob der Rollrasen bereits angewachsen ist. Aber auch wenn der Rasen bereits den Eindruck erweckt, dass er angewachsen ist, sollte man in den ersten Tagen nach dem Verlegen des Rollrasens ihn nur mäßig oder besser gar nicht belasten und begehen.

Etwa nach einer Woche sollte der der frisch verlegte Rollrasen ungefähr 6 cm lang sein. Jetzt kann zum ersten Mal, aber ganz vorsichtig der Rasenmäher zum Einsatz kommen. Der Rasen sollte nicht mehr als um ein Drittel gekürzt werden. Wenn der Rasen also 6 cm lang ist, stellen man den Rasenmäher auf 4 cm Schnitthöhe ein. Ein scharfes Mähmesser sichert einen glatten und saubern Schnitt. Generell sollte Rasen nicht kürzer als 3 – 3,5 cm gemäht werden, um eine Schädigung der Graspflanzen zu vermeiden.

Die Belastbarkeit des Rasens stellt sich erst nach etwa 2 Wochen ein – und erst nach rund einem Monat ist der Rollrasen so weit eingewachsen, dass er wie klassischer Rasen behandelt werden und ohne Probleme betreten und bespielt werden kann.